Verbraucherzentrale: Mobile Daten in Deutschland sollen zu teuer sein

Die Preise für mobiles Datenvolumen sind in Deutschland im Vergleich zu Nachbarländern überdurchschnittlich hoch. Das gab der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) am 21. Juli 2021 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Die Angaben der Verbraucherzentrale beziehen sich allerdings auf Erhebungen der Europäischen Kommission aus den Jahren 2016 bis 2019.
Im Jahr 2019 zahlten deutsche Verbraucher im Schnitt etwa dreimal so viel wie Endkunden in den besonders günstigen europäischen Ländern, betonte der VZBV.
So kostete zum Beispiel das günstigste 5-GByte-Angebot (ohne weitere Leistungen) in der jeweiligen Stichprobe für das Jahr 2019 in Rumänien 3,88 Euro, in Italien 5,91 Euro, in Deutschland und Spanien hingegen 19,28 beziehungsweise 17,57 Euro.
Preise für mobile Daten stark gesunken
Den Angaben zufolge zahlten im Jahr 2019 Verbraucher in Polen 0,83 Euro für 1 Gigabyte mobiles Datenvolumen, während in Deutschland der Preis dafür bei 3,35 Euro lag.
In Spanien wurden sogar 3,58 Euro für 1 Gigabyte berechnet, in Großbritannien ebenfalls 3,35 Euro. In Frankreich lag man mit 3,18 Euro allerdings auch unter dem deutschen Preis. Vergleicht man die Preise in Deutschland im Zeitraum von 2016 bis 2019, so sanken die GByte-Preise von 6,88 Euro auf 3,35 Euro um mehr als die Hälfte.
Bezieht man Mobilfunkpakete mit mobilem Datenvolumen, Gesprächsminuten und SMS in den Vergleich ein, liegt Deutschland im europäischen Mittelfeld.
Dennoch: Der Durchschnittspreis für ein Gigabyte mobiles Datenvolumen sei in Deutschland im Vergleich zu den anderen Ländern der höchste – in den Jahren 2017 und 2018 – beziehungsweise der zweithöchste in den Jahren 2016 und 2019, rechnete der VZBV vor.
Mobilfunkpakete, die neben mobilem Datenvolumen noch andere Leistungen wie Gesprächsminuten oder SMS enthalten, wurden vom VZBV nicht erfasst, weil bei Kombipaketen der Preis nicht eindeutig den einzelnen Leistungsbestandteilen zugeordnet werden kann.



