Verbraucherzentrale: Kostenlose Elternrufnummer der Telekom nicht kostenlos

Für die Handykarte Combicard Teens hat die Deutsche Telekom eine kostenlose Elternrufnummer beworben. Doch nach 30 Sekunden sei der Anruf bei Mama oder Papa nicht mehr umsonst gewesen, hat die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg festgestellt.

Artikel veröffentlicht am ,
Symbolbild SIM-Karte
Symbolbild SIM-Karte (Bild: Justin Ormont/CC-BY 3.0)

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat eine Abmahnung der Deutschen Telekom erwirkt, weil der Mobilfunktarif Combicard Teens mit einer "kostenlosen Elternrufnummer" nicht kostenlos gewesen ist. Das gaben die Verbraucherschützer bekannt. Der Anruf bei den Eltern sei nur in den ersten 30 Sekunden gratis gewesen.

Auf die zusätzlichen Kosten sei nur in einem über einen weiterführenden Link erreichbaren Fließtext hingewiesen worden. "Was als kostenfrei beworben wird, muss auch tatsächlich kostenfrei sein", sagte Dunja Richter, Juristin der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Die Verbraucherzentrale erreichte eine Abmahnung wegen irreführender Werbung gegen die Telekom, die sich mit einer Unterlassungserklärung daraufhin verpflichtete, diese Aussagen künftig zu unterlassen.

Irreführende Werbung sei gesetzlich verboten. "Gegen solche falschen Werbeversprechen gehen wir regelmäßig mit Abmahnungen und wenn es sein muss auch gerichtlich vor", betonte Richter.

Die Combicard Teens ist eine Zweitkarte für Kinder. In einer aktuellen Anzeige wirbt die Telekom nun damit, dass die Sprachtelefonie zur Elternline in den ersten 30 Sekunden kostenlos sei.

Telekom-Sprecher Dirk Wende erklärte Golem.de: "Es tut uns leid, dass wir mit der Aussage auf unserer Internetseite, die Elternrufnummer sei kostenlos, einen falschen Eindruck erweckt haben. Dies lag nicht in unserer Absicht. Wir haben eine Unterlassungserklärung abgegeben und die Werbung von der Homepage genommen."

Bei der Combicard Teens seien nicht nur die ersten 30 Sekunden eines Gesprächs zur Elternrufnummer kostenlos, auch Verbindungen zu Rufnummern mit den Zugangskennzahlen 0137, 0138, 0900 und 118 seien wegen einer voreingestellten Sperre nicht möglich. Die hinterlegte Elternrufnummer sei auch ohne Guthaben auf der Prepaidkarte erreichbar.

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tibrob 15. Aug 2014

Vielfach werden aber die deutschen Provider einfach von der Telekom ausgebremst ...

Moe479 15. Aug 2014

man ist nicht verpflichtet neben dem für einem gültigem angebot auch alle weiteren...

tingelchen 15. Aug 2014

Viel eher sollte man sich jetzt die Frage stellen: Was passiert mit den geschädigten...

AndyK70 14. Aug 2014

Jederzeit und uneingeschränkt zur selbst festgelegten Elternrufnummer - egal ob Festnetz...



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