Abo
  • Services:

Verbraucherzentrale: Festnetz-Anbieterwechsel bedeutet weiter Ausfälle

Beim Wechsel des Telekom-Anbieters bekommen viele Nutzer weiterhin Probleme. Kündigungen werde nicht anerkannt, Technikertermine platzen, die Versorgung reißt ab.

Artikel veröffentlicht am ,
Kommunikation mit dem Telekom-Techniker soll besser werden
Kommunikation mit dem Telekom-Techniker soll besser werden (Bild: Deutsche Telekom)

Der Wechsel des Festnetzanbieters bedeutet für die Kunden weiterhin häufig Probleme. Das berichtet das Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein am 14. März 2019 unter Berufung auf eine repräsentative Befragung. Knapp zwei Drittel der Befragten (64 Prozent), die den Festnetz-/Internetanschluss wechselten und dabei Probleme hatten, waren länger als einen Tag ohne Festnetz- und Internetversorgung.

Stellenmarkt
  1. abilis GmbH IT-Services & Consulting, München
  2. Schoeller Technocell GmbH & Co. KG, Osnabrück

Ein Drittel (33 Prozent) der Wechsler hatte darüber hinaus Probleme mit der Bereitstellung der Leistung: So erfolgte die Übergabe der Leitung nicht reibungslos, Technikertermine fielen aus oder der Anschluss funktionierte nicht wie zugesagt. Ein Viertel beklagte eine mangelhafte Kommunikation des Kundenservices. Knapp ein Fünftel (18 Prozent) hatte Probleme mit der Kündigung.

Laut der Untersuchung mussten Nutzer, die den Mobilfunkanbieter wechselten und dabei Probleme hatten, durchschnittlich zwei Wochen warten. Bei den Befragten mit Problemen beim Wechsel im Bereich Festnetz dauerte es knapp drei Wochen.

Dauer der Problembehebung ist völlig inakzeptabel

"Die Dauer der Problembehebung ist völlig inakzeptabel. Es kann nicht sein, dass Verbraucher im Regen stehen gelassen werden und tage- oder sogar wochenlang darauf warten müssen, bis sie die vertraglich vereinbarte Leistung erhalten", sagte Tom Janneck, Teamleiter Marktwächter Digitale Welt bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.

Netzbetreiber wenden Tricks bei Kündigung an

Beschwerden gibt es auch zu erschwerten Kündigungen: Verbraucher erhalten immer wieder Rechnungen über den Kündigungstermin hinaus, oder ordentliche Kündigungen werden vom ehemaligen Anbieter nicht akzeptiert. Janneck betonte: "Häufig ist Verbrauchern unklar, ob ihre Kündigung überhaupt zur Kenntnis genommen wurde. Wenn Verbraucher eine Kündigung per E-Mail senden, können sie so gut wie gar nicht nachweisen, dass die Kündigung dem Unternehmen überhaupt zugegangen ist."

Bei Zusammen- oder Umzügen treten immer wieder unerwünschte Kosten auf. "In den Fällen, in denen der Vertragspartner am neuen Standort seine Leistung nicht liefern kann, gibt es zwar ein Sonderkündigungsrecht. Doch dabei ist der Fristbeginn nicht eindeutig festgelegt. Daher kann es passieren, dass Verbraucher auch nach einem Umzug für einen Anschluss an der alten Adresse weiterzahlen müssen, obwohl sie ihn nicht nutzen", erklärte Janneck.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. 34,99€

Hotohori 15. Mär 2019 / Themenstart

Vermutlich sind für Vodafone Kabel andere Zuständig, weil Vodafone ja Kabel dazu gekauft...

darktux 15. Mär 2019 / Themenstart

Nicht immer. Ich muss nach meinen Umzug und Wechsel von m-net zur Telekom jetzt erstmal...

Truster 15. Mär 2019 / Themenstart

Morsen geht natürlich auch! :D

Truster 15. Mär 2019 / Themenstart

ich meine, bei uns in AT ist das so: Der Anbieter ist in der Haftung, egal was "dahinter...

Hotohori 15. Mär 2019 / Themenstart

Dito, diese ständige Wechslerei wundert mich auch. Allerdings könnte der Support...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Microsoft Hololens 2 - Hands on (MWC 2019)

Die Hololens 2 ist Microsofts zweites AR-Headset. Im ersten Kurztest von Golem.de überzeugt das Gerät vor allem durch das merklich größere Sichtfeld.

Microsoft Hololens 2 - Hands on (MWC 2019) Video aufrufen
Sechs Airpods-Konkurrenten im Test: Apple hat nicht die Längsten
Sechs Airpods-Konkurrenten im Test
Apple hat nicht die Längsten

Nach dem Klangsieger und dem Bedienungssieger haben wir im dritten Test den kabellosen Bluetooth-Hörstöpsel mit der weitaus besten Akkulaufzeit gefunden. Etwas war aber wieder nicht dabei: die perfekten True Wireless In-Ears.
Ein Test von Ingo Pakalski


    Uploadfilter: Voss stellt Existenz von Youtube infrage
    Uploadfilter
    Voss stellt Existenz von Youtube infrage

    Gut zwei Wochen vor der endgültigen Abstimmung über Uploadfilter stehen sich Befürworter und Gegner weiter unversöhnlich gegenüber. Verhandlungsführer Voss hat offenbar kein Problem damit, wenn es Plattformen wie Youtube nicht mehr gäbe. Wissenschaftler sehen hingegen Gefahren durch die Reform.

    1. Uploadfilter Koalition findet ihren eigenen Kompromiss nicht so gut
    2. Uploadfilter Konservative EVP will Abstimmung doch nicht vorziehen
    3. Uploadfilter Spontane Demos gegen Schnellvotum angekündigt

    Einfuhrsteuern: Wie teuer wird ein Raspberry Pi beim harten Brexit?
    Einfuhrsteuern
    Wie teuer wird ein Raspberry Pi beim harten Brexit?

    Bei einem No-Deal-Brexit könnten viele britische Produkte teurer und schwerer lieferbar werden - auch der populäre Bastelrechner Raspberry Pi. Mit genauen Prognosen tun sich deutsche Elektronikhändler derzeit schwer, doch decken sie sich schon vorsorglich mit den Komponenten ein.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

    1. UK und Gibraltar EU-Domains durch Brexit doch wieder in Gefahr

      •  /