Verbraucherzentrale: Apples verkürzte Hardwaregarantie unzulässig

Apple hat einen Prozess um eine verkürzte Herstellergarantie verloren. Statt zwei Jahren wurde nur ein Jahr gewährt, um den Applecare Protection Plan besser zu verkaufen.

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Verbraucherzentrale: Apples verkürzte Hardwaregarantie unzulässig
(Bild: Screenshot: Golem.de)

Das Landgericht Berlin hat 16 Klauseln in einer Herstellergarantie für unzulässig erklärt, die Apple für seine Produkte verwendete. Geklagt hatte der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) gegen Apple Distribution International, erklärte der VZBV am 12. Januar 2015. Apple warb für seine Produkte mit einer einjährigen Hardwaregarantie für Material- und Herstellungsfehler. Laut Gesetz haftet ein Verkäufer aber zwei Jahre lang für Produktmängel.

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Apple hatte die Bedingungen nach der Klage geändert, sich aber geweigert, eine Unterlassungserklärung abzugeben, so die Verbraucherschützer. "Apple muss nun prüfen, ob seine überarbeiteten Klauseln den vom Gericht formulierten Anforderungen an Herstellergarantien standhalten", sagte Helke Heidemann-Peuser, Teamleiterin Rechtsdurchsetzung beim VZBV. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Für Produktmängel wollte der US-Konzern nur haften, wenn die Geräte "normal" und nach "veröffentlichten Richtlinien" genutzt wurden, ohne diese näher zu erläutern. Auch für Dellen und Kratzer am iPhone und anderen Geräten wollte Apple laut den Klauseln nicht einstehen, sofern diese "die Funktion des Produktes nicht beeinträchtigen und sich nicht wesentlich nachteilig auf die Nutzung auswirken". Falls eine Reparatur im Ausland nötig sei, sollte der Kunde die Versand- und Transportkosten zahlen.

Auf der deutschen Website empfahl das US-Unternehmen den Kauf einer zwei- oder dreijährigen Herstellergarantie, den Applecare Protection Plan. Dazu hieß es: "Alle Hardwareprodukte werden mit einer einjährigen Hardwaregarantie ab Kaufdatum geliefert. Durch den Kauf des Applecare Protection Plan lässt sich der Anspruch auf Service und Support verlängern."

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Der VZBV aus Deutschland hatte bei dem Rechtstreit seit März 2012 mit Konsumentenorganisationen aus Belgien, Dänemark, Griechenland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Polen, Portugal, Slowenien und Spanien zusammengearbeitet. Die Abmahnung wurde von der europäischen Verbraucherorganisation BEUC koordiniert.

Die Gewährleistung ist gesetzlich festgeschrieben und gilt zwischen dem Händler und dem Kunden. Garantie wird dagegen meistens vom Hersteller zusätzlich und freiwillig für ein Produkt angeboten.

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h3ld27 14. Jan 2015

Was genau dann einen mangel im sinne des gesetzes ist ist wieder eine andere sache...

Matthias708 13. Jan 2015

Offenbar nicht. Apple macht genau das, google mal zu dem Thema.

Anonymer Nutzer 13. Jan 2015

Natürlich müssen sie das. Sonst gäbe es auch garnicht die Möglichkeit Apple hier anzuklagen.

autores09 13. Jan 2015

... aber ich kenne außer Apple (und Amazon) keinen Hersteller (und Händler), der so...

Meiniger 13. Jan 2015

Habt ihr es mal mit dem Support versucht? Bei mir waren sie immer kulant, auch wenn die...



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