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Verbraucherservice Bayern: Amazon-Prime-Mitglieder müssen Jahresgebühr nicht zahlen

Wer den Button Amazon-Prime-Mitgliedschaft "Jetzt kostenlos testen" gedrückt hat, muss die Jahresgebühr von 29 Euro nicht zahlen. Das hat der Verbraucherservice Bayern durchgesetzt. Amazon hat nicht klar angegeben, dass damit automatisch eine kostenpflichtige Mitgliedschaft entsteht.

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Amazon soll ein Drittel seines Gewinns durch Amazon Prime machen.
Amazon soll ein Drittel seines Gewinns durch Amazon Prime machen. (Bild: Philippe Merle/AFP/Getty Images)

Der Verbraucherservice Bayern hat eine einstweilige Verfügung gegen Amazon durchgesetzt. Danach darf der Internethändler nicht mehr damit werben, dass der Kunde die Amazon-Prime-Mitgliedschaft "jetzt kostenlos testen" könne, weil damit ein Vertrag entsteht, der automatisch in eine kostenpflichtige Mitgliedschaft umgewandelt wird. Das hat das Landgericht München I entschieden (Aktenzeichen 3 O 12678/13).

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"Daran ändert sich nach dem Beschluss des Gerichts auch dann nichts, wenn der erste Monat der Mitgliedschaft noch kostenfrei ist", erklärte der Verbraucherservice Bayern.

Amazon Prime bietet einen kostenfreien und schnelleren Versand vieler Artikel, die bei Amazon angeboten werden. Mitglieder, die einen Kindle besitzen, können einmal im Monat die Kindle-Leihbücherei nutzen. In den USA bekommen Amazon-Prime-Kunden noch zusätzlich ein freies Videostreaming-Angebot. Die Versandkostenpauschale in Höhe von 29 Euro gibt es seit November 2007 in Deutschland. In den USA begann der Internethändler 2005 mit Amazon Prime. Dort kostet die Mitgliedschaft 79 US-Dollar.

Nun muss Amazon sicherstellen, dass bei Bestellung der Prime-Mitgliedschaft künftig klar erkennbar ist, dass diese nach Ablauf des Testzeitraums kostenpflichtig ist. Zudem sind alle Verbraucher, die Amazon Prime über den Button "Jetzt kostenlos testen" bestellt haben, nicht verpflichtet, die Jahresgebühr von 29 Euro zu bezahlen. Die Entscheidung sei jedoch noch nicht rechtskräftig, so der Verbraucherservice. Amazon Deutschland hat Anfragen zu der Entscheidung des Gerichts nicht beantwortet.

Amazon Prime soll in den USA nach inoffiziellen Berechnungen 10 Millionen Nutzer haben. Das berichtete der Morningstar-Analyst RJ Hottovy unter Berufung auf eine Studie unter Amazon-Kunden, die das Marktforschungsunternehmen Consumer Intelligence Research Partners im November 2012 durchgeführt hat.

Amazon macht selbst keine Angaben über die Zahl seiner Amazon-Prime-Mitglieder. Prime-Mitglieder machten 2012 zwar nur vier Prozent der 182 Millionen aktiven Kunden aus, doch sie generierten zehn Prozent der Einkäufe, so die Berechnungen. Nach Abzug der zusätzlichen Portokosten und Lizenzgebühren verdiente Amazon an jedem Prime-Kunden im Jahr 2012 rund 78 US-Dollar. Nach den Berechnungen von Hottovy erzielt Amazon bereits ein Drittel seines operativen Gewinns durch Amazon Prime.



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u21 30. Jul 2013

Batchler? Jemand, der n Batch schreiben kann?? Und dafür 6 Regelsemester?!? Schlage...

Otto d.O. 30. Jul 2013

Wenn da beim zweiten Mal wieder "kostenlos testen" drauf steht, darf es nichts kosten...

Otto d.O. 30. Jul 2013

Amazon hat hier eindeutig gepatzt und jeder Versuch, nachträglich doch noch etwas für...

Otto d.O. 30. Jul 2013

Das diesbezügliche Gesetz in Deutschland ist eindeutig. http://de.wikipedia.org/wiki...

tezmanian 29. Jul 2013

Also um ehrlich zu sein, ich habe extrem selten Bestellungen welche nicht durch die...


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