Verbraucherschutz: Sportuhr-Hersteller gehen unsportlich mit Daten um

Herzfrequenz und Schlafphasen: Apple, Garmin und andere Hersteller von Sportuhren und Fitnesstrackern speichern auf ihren Portalen sehr persönliche Nutzerdaten. Bei einem Praxistest sind nur zwei Hersteller korrekt mit dem Auskunftsrecht des Kunden umgegangen.

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Sportuhr V800 von Polar.
Sportuhr V800 von Polar. (Bild: Polar Electro)

Wer eine Smartwatch, eine Sportuhr oder einen Fitnesstracker verwendet, muss die Daten in den allermeisten Fällen zur Auswertung mit dem Smartphone oder PC auf ein Portal laden - bei Garmin heißt das Connect, Polar nennt es Flow. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen wollte nun wissen, wie zwölf bekanntere Firmen aus dem Bereich mit dem gesetzlichen Auskunftsrecht der Nutzer umgehen.

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Fazit: Lediglich Polar und Withings haben gut reagiert - Apple hingegen habe sich gesperrt, so dass die Verbraucherschützer inzwischen Klage gegen den Konzern eingereicht haben. Zuvor wurde Apple zusammen mit Garmin, Fitbit, Technaxx, Jawbone und Striiv abgemahnt. Garmin, Fitbit, Striiv und Technaxx haben sich in einer Unterlassungserklärung verpflichtet, das Auskunftsrecht künftig ernst zu nehmen; Jawbone ist mittlerweile insolvent.

Ein weiterer Anbieter namens A-Rival speichert keine Nutzerdaten, was er früh in der Untersuchung in einer Negativauskunft gesagt habe. Runtastic und Xiaomi haben laut der Studie der Verbraucherschützer nach einer Weile gar nicht mehr auf Kontaktversuche reagiert.

Die Verbraucherschützer hatten sich zuerst online an die Anbieter gewandt. Alle, die nicht antworteten, bekamen wenig später einen Brief mit dem gleichen Inhalt wie zuvor in der Mail. Jedes Mal sollten die Firmen vier Fragen beantworten, nämlich: Welche personenbezogenen Dateien gespeichert werden, aus welcher Quelle die Daten stammen, zu welchem Zweck die Speicherung erfolgt und an welche Dritten die Daten weitergegeben werden.

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Auf diese Fragen hatten im ersten Durchgang nur Polar und Withings grundsätzlich vollständig geantwortet. Bei den anderen Firmen erfolgte entweder gar keine Reaktion, oder sie forderten Identitätsnachweise, die dann auch erbracht wurden - obwohl dazu eigentlich, so die Verbraucherschützer, aus rechtlicher Sicht keine Notwendig bestehe. Die Nachweise hätten dann aber bei keinem der Anbieter zur geforderten Auskunft geführt.

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