Verbraucherschützer: Vorsicht bei Vertragsabschluss am Tablet

Verbraucherschützer fordern ein Widerrufsrecht von zwei Wochen, wenn am Tablet Verträge unterzeichnet werden.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Heutzutage wird nicht mehr nur auf Papier unterschrieben.
Heutzutage wird nicht mehr nur auf Papier unterschrieben. (Bild: Pixabay)

Verbraucherschützer raten zu besonderer Vorsicht, wenn im stationären Handel Verträge durch eine Unterschrift auf einem Tablet geschlossen werden sollen. "Eigentlich könnte ich auch hier den Vertrag lesen und zurückscrollen. Das tut aber keiner, vor allem nicht, wenn der Verkäufer ungeduldig ist und hinter mir der nächste Kunde wartet", sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Klaus Müller, der Deutschen Presse-Agentur.

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Immer wieder seien Verbraucher überrascht, was sie unterzeichnet hätten, nachdem sie im Handel einen Vertrag am Tablet unterzeichnet haben. Müller schlägt daher ein Widerrufsrecht für Verträge vor, wenn diese auf einem Tablet unterschrieben wurden. Das wäre eine ähnliche Regelung wie im Onlinehandel, wo ein Kauf bis zu 14 Tage nach Abschluss zurückgenommen werden kann.

Mit Papier gingen Verbraucher noch immer anders um als mit digital vorgelegten Verträgen, sagte Müller. "Teilweise sind es banale Fragen wie Lichtverhältnisse, ob ich ein Tablet wirklich lesen kann." Er respektiere technische Innovationen im Handel.

Verbraucherschützer verlangen rechtliche Anpassungen

"Aber dann müssten eben auch mehr Verbraucherrechte damit einhergehen und eine Widerrufsmöglichkeit." Bisher gelte im Laden: "Unterschrieben ist unterschrieben". "Das sollte auch im stationären Handel mit solchen technischen Hilfsmitteln künftig anders werden", sagte Müller.

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Die Verbraucherschützer fordern auch, dass Vertragslaufzeiten etwa für Handyverträge im Regelfall nur noch 12 Monate betragen. Das war zuletzt bereits im Bundestag diskutiert, dann aber abgelehnt worden. "Das war ein Fehler, das sollte man korrigieren", sagte Müller.

Kürzere Laufzeitverträge lassen Kunden häufiger wechseln

"Nach wie vor gibt es diese Lockangebote mit 24 Monatsverträgen mit irgendeiner vergünstigten Leistung nebenbei", kritisierte er. Kürzere Vertragslaufzeiten sorgten dafür, dass die Verbraucher häufiger wechselten und das würde den Wettbewerb fördern.

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Zudem werde damit Druck auf die Preise ausgeübt - und "das ist für Verbraucher erst mal eine gute Botschaft", betonte Müller. Er erwarte effektiv sinkende Preise für Laufzeitverträge.

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gumnade 24. Aug 2021

Selbst für den Personalausweis unterschreibt man inzwischen digital. Noch zehn Jahre und...

Oktavian 23. Aug 2021

Das Problem entsteht dann, wenn durch die Eigenverantwortung eine schwerwiegende Folge...

hevilp 23. Aug 2021

Es wird leider durch die Politik genauso vorgelebt, das die Jugend es genauso macht, kann...

Oktavian 23. Aug 2021

Jaja, nur hat der Vermieter morgen einen neuen Mieter. Schlimmstenfalls hat er für ein...



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