• IT-Karriere:
  • Services:

Verbraucherschützer: Nicht über neue Hardware bei All-IP-Umstellung informiert

Die Verbraucherzentralen haben Beschwerden über die All-IP-Umstellung gesammelt. Nutzer wurden nicht über damit verbundene Vertragsverlängerungen und die nötige Anschaffung neuer Hardware informiert. Die Telekom will sich bessern und verweist auf die große Dimension des Projekts.

Artikel veröffentlicht am ,
All-IP bei der Telekom
All-IP bei der Telekom (Bild: Deutsche Telekom)

Viele Teilnehmer einer Befragung der Verbraucherzentralen beklagen sich über mangelnde Informationen ihres Anbieters bei der Umstellung auf IP-Telefonie. Das gaben die Verbraucherzentralen am 3. September 2015 bekannt. Die Verbraucherschützer sammelten Beschwerden von rund 1.900 Personen bei der Umstellung auf VoIP-Telefonie, die die Deutsche Telekom All-IP nennt.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Bremen
  2. Universität Passau, Passau

Fast 70 Prozent benötigten aufgrund der Technikumstellung neue Router oder auch IP-fähige Festnetztelefone, die sie in der Regel selbst bezahlen mussten. "Weitere Kosten kamen für den Einsatz eines Technikers hinzu, der sich bei vielen entweder verspätete oder gar nicht zum vereinbarten Termin erschien", erklärten die Verbraucherzentralen.

Über ein Drittel gab an, dass die Umstellung auf IP-Telefonie von den Call-Center-Beschäftigten der Netzbetreiber gar nicht erwähnt, sondern nur von einer "Tarifoptimierung" gesprochen wurde. Kunden wurden auch nicht darauf hingewiesen, dass sie im Zuge der Umstellung einen neuen Vertrag mit 24-monatiger Laufzeit abschließen. "Weist der Anbieter nicht auf diese wesentlichen Informationen hin, kommt grundsätzlich kein neuer Vertrag zustande und der Verbraucher hat gute Chancen, sich von der vermeintlichen Vereinbarung zu lösen", sagte der Jurist Jan Wilschke.

Hotline schlecht erreichbar

Drei Viertel der Befragten mussten sich für die Einrichtung an den Kundenservice wenden. "Hier kritisierten viele, dass die Hotline sehr schlecht erreichbar war und sie lange in der Warteschleife hingen. Außerdem wurde meist das Anliegen erst nach mehrmaliger Aufforderung oder gar nicht erfolgreich bearbeitet", erklärte Wilschke.

Deutsche-Telekom-Sprecher Markus Jodl sagte Golem.de: "Wir bewegen derzeit große Auftragsmengen. Aktuell sind es mehr als 70.000 Aufträge pro Woche. Die IP-Umstellung ist ein Riesenprojekt, an dem in unserem Unternehmen viele tausend Menschen arbeiten. Natürlich läuft eine Umstellung dieser Größenordnung nicht immer reibungslos ab."

Die Telekom lasse auch selbst Kundenbefragungen über unabhängige Marktforschungsunternehmen durchführen. "So wissen wir zum Beispiel, dass einige unserer Kunden angeben, dass sie vor dem Wechsel nicht über die IP-Umstellung informiert wurden", sagte Jodl. Dies sei ärgerlich, weil es für Kundenberater eigentlich "schon heute obligatorisch" sei, darüber aufzuklären. Daher werde die Telekom hier "definitiv nachsteuern".

Grundsätzlich sei die Kundenzufriedenheit mit den IP-basierten Anschlüssen hoch. Die neuen mit IP möglichen Dienste würden positiv wahrgenommen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Ryzen 7 5800X für 469€)

Youssarian 05. Sep 2015

Noch ein kleiner Nachtrag: Bei G.711 wird das analoge Tonsignal in 20 ms dauernde...

Ovaron 04. Sep 2015

Ich denke Du greifst da zu kurz. Nur Signalraketen + Zündhölzer sind wirklich...

TheBigLou13 04. Sep 2015

Was hat dieser Beitrag auf der Trollwiese verloren!? Er ist Sachlich und relevant.

Ovaron 04. Sep 2015

Du hast "mimimimimimimi" mit erstaunlich vielen Worten umschrieben.

TomBe 04. Sep 2015

Na ist ja super, dann bist du ja jetzt ein Ip Jünger. Mit Speedport und Speedphone der...


Folgen Sie uns
       


Samsung Galaxy S21 Ultra vorgestellt

Das Galaxy S21 Ultra ist das Topmodell von Samsungs neuer S21-Reihe und unterscheidet sich deutlich von den beiden anderen Modellen.

Samsung Galaxy S21 Ultra vorgestellt Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /