Verbraucherschützer: Kunden müssen von Zollabbau für Elektronik profitieren

Deutsche Verbraucherschützer fordern, dass die Abschaffung der Zölle für Elektronik an die Verbraucher weitergegeben wird. "Aus Verbrauchersicht ist die Abschaffung von Zöllen zu begrüßen" , sagte Ingmar Streese vom Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) dem Tagesspiegel am Sonntag(öffnet im neuen Fenster) .
Hersteller und Handel müssten die daraus resultierenden Preissenkungen aber "auch wirklich an die Kunden weitergeben" , sagte Streese, der den Geschäftsbereich Verbraucherpolitik leitet. "Gewinnmargen dürfen nicht auf Verbraucherkosten erhöht werden" .
SSD-Festplatten, Tintenpatronen für Drucker, Videokameras, GPS-Geräte könnten billiger werden
Für rund 200 IT-Produkte werden künftig weltweit keine Zölle mehr erhoben, so die Erweiterung des Information Technology Agreement der Welthandelsorganisation WTO, auf die sich diese Woche 54 Staaten geeinigt hatten, darunter die EU, die USA, China, Japan, Südkorea und Taiwan. Demnach sollen die Zölle auf Produkte wie SSD-Festplatten, Tintenpatronen für Drucker, Videokameras, GPS-Geräte, Lautsprecher oder auch bestimmte neuartige Halbleiter vollständig wegfallen.
Auch der Bitkom sieht Raum für Preissenkungen
Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder erklärte , dass damit viele der Produkte für die Verbraucher "tendenziell billiger werden." Auf DVD-Player würden beispielsweise bei der Einfuhr 14 Prozent Zoll erhoben. Rohleder sagte, er hoffe, dass der beschlossene Zollabbau zügig umgesetzt werde. Das Abkommen würde entwertet, wenn die Zölle erst in mehreren Jahren auf null sänken.



