Verbotene Sexpraktiken: UK will Netzsperren für Porno-Zensur erzwingen

Die Porno-Zensur für bestimmte sexuelle Praktiken im Vereinigten Königreich soll für Streaming-Angebote mit Netzsperren durchgesetzt werden. Um Filme mit "konventionellen" Inhalten sehen zu können, soll es zudem eine strenge Alterskontrolle geben.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Streamen unkonventioneller Sexpraktiken soll im UK durch Netzsperren verhindert werden.
Das Streamen unkonventioneller Sexpraktiken soll im UK durch Netzsperren verhindert werden. (Bild: Pabak Sakar, flickr.com/CC-BY 2.0)

Am vergangenen Wochenende unterstützte die Regierung des Vereinigten Königreichs (UK) offiziell einen Gesetzesvorschlag, der vorsieht, strenge Alterskontrollen für das Streamen von Pornos im Internet einzuführen oder entsprechende Plattformen zu blockieren, falls dies nicht eingeführt wird. Ein bisher wenig beachteter Teil des Vorschlags sieht zudem eine vollständige Zensur durch Netzsperren für die Darstellung bestimmter "nicht konventioneller" sexueller Praktiken vor, wie unter anderem der Guardian berichtet.

Stellenmarkt
  1. Sachbearbeiter Laufendhaltung Dokumentenmanagementsystem DMS (m/w/d)
    GDMcom GmbH, Leipzig
  2. Systemadministration (m/w/d) Netzwerke und IT-Sicherheit
    Fachhochschule Südwestfalen, Hagen, Meschede
Detailsuche

Bereits seit Ende 2014 ist der Vertrieb von bestimmten Pornos auf DVD oder per Streaming mit einigen Praktiken im UK verboten. Konsequenterweise soll dieses Verbot nun auch beim Streaming der Filme durchgesetzt werden. Irritierend an dem Verbot ist vor allem, dass die Auswahl eher willkürlich erscheint, klar sexistisch ist, und die Darstellung von Praktiken verbietet, die außerhalb von Pornos weiterhin legal sind.

Netzsperren für legalen, aber "nicht konventionellen" Sex

Dazu gehören etwa Handlungen, bei denen Schmerzen zugefügt werden (Spanking, Caning, und "aggressives Peitschen"), eine Penetration mit Objekten, "die mit Gewalt assoziiert werden", Sex in der Öffentlichkeit, Fisting, Facesitting oder auch die Verwendung von Urin. Gezeigt werden dürfen zudem weder Menstruationsblut noch eine weibliche Ejakulation. Das Zeigen einer männlichen Ejakulation ist allerdings weiterhin erlaubt. Die Liste wird vom zuständigen British Board of Film Classification (BBFC) erstellt.

Sollten die Betreiber von entsprechenden Streaming-Plattformen die Altersüberprüfung und das Filtern der Filme nicht entsprechend der Richtlinien umsetzen, sollen die Seiten explizit durch Netzsperren auf Ebene der ISPs gesperrt werden, schreibt The Register. Derartige Netzsperren sind technisch wenig sinnvoll, da sie meist sehr einfach umgangen werden können. Und die entsprechenden Sperrlisten bieten viele Möglichkeiten für staatlichen Missbrauch.

Ein von der Regierung des UK im Jahr 2013 eingeführter zwingender Pornofilter ist im vergangenen Jahr von der EU-Kommission für illegal erklärt worden. Daraufhin kündigte die Regierung an, an den Filtersystemen festhalten zu wollen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Raumfahrt
Astra startet mit großen Ambitionen Billigraketen in Alaska

Mit 250.000 US-Dollar sollen die Raketen von Astra zum Preis eines Sportwagens hergestellt werden können. Wie will die Firma das schaffen?
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Raumfahrt: Astra startet mit großen Ambitionen Billigraketen in Alaska
Artikel
  1. Nvidia und Colorful: Das Grafikkartenmuseum eröffnet seine Pforten
    Nvidia und Colorful
    Das Grafikkartenmuseum eröffnet seine Pforten

    Colorful und Nvidia eröffnen bald ein Grafikkarten-Museum. Zu sehen sind Seltenheiten wie die erste Dual-GPU von ATI und die Geforce 256.

  2. Onlinetickets: 17-Jähriger betrügt Bahn um 270.000 Euro
    Onlinetickets
    17-Jähriger betrügt Bahn um 270.000 Euro

    Mit illegal erworbenen Onlinetickets soll ein 17-Jähriger die Bahn um 270.000 Euro geprellt haben. Entdeckt wurde er nur durch Zufall.

  3. Nvidia Geforce RTX 3070 Mobile: Statt teurer Grafikkarte einen Laptop kaufen?
    Nvidia Geforce RTX 3070 Mobile
    Statt teurer Grafikkarte einen Laptop kaufen?

    Wucherpreise bei Grafikkarten eröffnen ungewöhnliche Wege - etwa stattdessen ein Notebook zu kaufen. Das kostet weniger fps als erwartet.
    Ein Test von Oliver Nickel

Tyler Durden 27. Nov 2016

Die wird nicht erhoben, die wird eingeführt. TD

Marentis 26. Nov 2016

Aus Sicht eines echten Liberalen unterscheiden sich radikale Rechte und radikale Linke...

Kondratieff 25. Nov 2016

Oder schon allein, dass die Menstruation derart tabuisiert wird - wie ich auch in einem...

Kondratieff 25. Nov 2016

:D

Kondratieff 25. Nov 2016

... Oder auch, dass eine Tabuisierung der Menstruation aufrechterhalten bzw. verstärkt...


Folgen Sie uns
       


  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Alternate (u. a. MSI Optix 27" WQHD/165 Hz 315,99€ und Fractal Design Vector RS Blackout Dark TG 116,89€) • Fractal Design Define S2 Black 99,90€ • Intel i9-11900 379€ • EPOS Sennheiser GSP 600 149€ • Amazon: PC-Spiele reduziert (u. a. C&C: Remastered Collection 9,99€) [Werbung]
    •  /