Verbot wegen Patentstreit: Apple darf keine Apple Watches mehr in die USA importieren
Nachdem kurz vor Weihnachten bereits der Verkauf mehrerer Modelle der Apple Watch untersagt wurde, darf Apple seine eigene Smartwatch nun nicht einmal mehr in seinen Heimatmarkt der USA einführen. Die zuständige US-Handelsbeauftragte Katherine Tai verzichtete darauf, ein Veto gegen die Entscheidung der Handelsbehörde ITC einzulegen.
"Nach sorgfältigen Konsultationen beschloss Tai, die Entscheidung der ITC nicht aufzuheben", heißt es in einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) vom Dienstag. Nach dem Ende einer 60-tägigen Frist für den Einspruch gelte die Entscheidung der ITC ab dem 26. Dezember 2023 endgültig. Zuvor hatte Apple den Verkauf schon selbst eingestellt.
Von dem Verkaufs- und Einfuhrverbot betroffen sind die Modelle Apple Watch Series 9 und Apple Watch Ultra 2. Auf andere Märkte hat die Entscheidung keinen Einfluss, in Deutschland sind alle Modelle weiterhin verfügbar.
Die Medizintechnik-Firma Masimo hatte Apple vorgeworfen, Patente zur Messung des Sauerstoffgehalts im Blut zu verletzen. Es gehe darum, dass "das größte Unternehmen der Welt nicht über dem Gesetz steht", sagte Masimo-Gründer Joe Kiani im Oktober 2023. Man wolle "Apple für die unrechtmäßige Aneignung unserer patentierten Technologie zur Rechenschaft ziehen".
Im April dieses Jahres brachte ein Bericht des Wall Street Journal Vorwürfe gegen Apple auf, Technologie von kleineren Unternehmen zu verwenden. Apple hatte so etwa 2013 und 2014 führende Angestellte von Masimo abgeworben, kurz bevor der Konzern seine eigene Smartwatch vorstellte. Kiani bezeichnete Apples Interesse an seinem Unternehmen als einen "Todeskuss".
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