Abo
  • Services:
Anzeige
Versandzentrum
Versandzentrum (Bild: STR/AFP/Getty Images)

Verbot von Geoblocking: Brüssel will europäischen Online-Handel ankurbeln

Versandzentrum
Versandzentrum (Bild: STR/AFP/Getty Images)

Verbraucher sollen beim europaweiten Einkauf übers Internet nicht mehr unterschiedlich behandelt werden. Zudem will die EU-Kommission einen günstigeren Paketversand durchsetzen.

Verbraucher sollen nach Plänen der EU-Kommission künftig überall in Europa nach denselben Bedingungen online einkaufen können. "Allzu oft sind Menschen von den besten Online-Angeboten abgeschnitten oder entscheiden sich gegen Einkäufe im Ausland, weil die Zustellpreise zu hoch sind oder sie sich Sorgen machen, wie sie ihre Ansprüche geltend machen können, wenn etwas schiefgeht", sagte der zuständige Vizepräsident der EU-Kommission, Andrus Ansip. Das soll sich mit Hilfe von zwei Verordnungen ändern, die die Kommission am Mittwoch in Brüssel präsentierte.

Anzeige

Der geplanten Verordnung zum Geoblocking zufolge ist es Anbietern untersagt, den Zugang von Kunden zu ihrer Website "aus Gründen der Staatsangehörigkeit, des Wohnsitzes oder des Ortes der Niederlassung durch technische Mittel oder auf anderem Wege zu sperren oder zu beschränken". Zudem müssen die Kunden in Zukunft zustimmen, bevor sie auf eine landesspezifische Seite weitergeleitet werden. Eine automatische Weiterleitung aufgrund einer ausländischen IP-Adresse soll es damit nicht mehr geben.

Selbstabholung muss möglich sein

Händler dürfen den Verkauf von Produkten an ausländische Kunden nicht verweigern, wenn die Waren "nicht von ihm selbst oder in seinem Auftrag grenzüberschreitend in den Mitgliedstaat des Kunden zugestellt werden". Das heißt: Wenn ein belgischer Kunde bei einem Aachener Online-Händler, der keinen grenzüberschreitenden Versand anbietet, ein günstiges Produkt findet, muss der Händler dem Kunden eine Selbstabholung ermöglichen.

Auch bei elektronischen Dienstleistungen wie Datenspeicherung im Internet soll keine Diskriminierung mehr erlaubt sein, ebenso bei Dienstleistungen, die an einem bestimmten Ort angeboten werden. Das können Konzerte oder der Eintritt in einen Freizeitpark sein. Hier dürften Kunden aus verschiedenen EU-Staaten keine unterschiedlichen Preise abverlangt werden.

Paketzusteller werden stärker kontrolliert

Zu Beschwerden wie zuletzt über Disneyland Paris sollte es nach den neuen Regeln nicht mehr kommen. Kunden hatten sich darüber beklagt, dass der Vergnügungspark beim Preis nach Nationalität und Wohnort unterscheide. Die EU-Kommission hatte den Fall untersucht, Disneyland Paris änderte daraufhin seine Buchungs- und Zahlungsmodalitäten. "Gleicher Ort, gleiche Dienstleistung, gleicher Deal für jeden europäischen Verbraucher", erklärte EU-Binnenmarktkommissarin Elzbieta Bienkowska.

Auch beim Paketversand ins europäische Ausland will die EU-Kommission stärker eingreifen. Der Auslandsversand ist nach ihren Angaben um bis zu fünfmal teurer als der Inlandstarif. Sie will Unternehmen wie die Deutsche Post, die die Grundversorgung sicherstellen, daher zur Offenlegung ihrer Preisstrukturen zwingen. Zudem sieht die geplante Verordnung vor, dass die Aufsichtsbehörden den Markt besser im Blick behalten.

Die EU-Staaten und das Europaparlament müssen den beiden Verordnungen noch zustimmen. Diese würden dann unmittelbar in den 28 Mitgliedsländern gelten.


eye home zur Startseite
robinx999 26. Mai 2016

Naja nur für Selbstabholer und wer ins Ausland reist kann ja auch Netflix nutzen, und...

koki 26. Mai 2016

Gerade wenn man denkt, dass man ein Schäppchen auf Ebay gefunden hat, kommt man beim...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. ROHDE & SCHWARZ GmbH & Co. KG, München
  2. IT2media GmbH & Co.KG, Nürnberg
  3. Robert Bosch GmbH, Böblingen
  4. über Personalwerk Sourcing GmbH, Bad Nauheim


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 1 Monat für 1€
  2. 299,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. U-Bahn

    Telefónica baut BTS-Hotels im Berliner Untergrund

  2. Kabelnetz

    Statt auf Docsis 3.1 lieber gleich auf Glasfaser setzen

  3. Virtuelle Güter

    Activision patentiert Förderung von Mikrotransaktionen

  4. Nervana Neural Network Processor

    Intels KI-Chip erscheint Ende 2017

  5. RSA-Sicherheitslücke

    Infineon erzeugt Millionen unsicherer Krypto-Schlüssel

  6. The Evil Within 2 im Test

    Überleben in der Horror-Matrix

  7. S410

    Getacs modulares Outdoor-Notebook bekommt neue CPUs

  8. Smartphone

    Qualcomm zeigt 5G-Referenz-Gerät

  9. Garmin Speak

    Neuer Alexa-Lautsprecher fürs Auto zeigt den Weg an

  10. Datenrate

    Kunden wollen schnelle Internetzugänge



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Elektromobilität: Niederlande beschließen Aus für Verbrennungsautos
Elektromobilität
Niederlande beschließen Aus für Verbrennungsautos
  1. World Solar Challenge Regen in Australien verdirbt Solarrennern den Spaß
  2. Ab 2030 EU-Komission will Elektroauto-Quote
  3. Mit ZF und Nvidia Deutsche Post entwickelt autonome Streetscooter

Verschlüsselung: Niemand hat die Absicht, TLS zu knacken
Verschlüsselung
Niemand hat die Absicht, TLS zu knacken
  1. TLS-Zertifikate Zertifizierungsstellen müssen CAA-Records prüfen
  2. Apache-Lizenz 2.0 OpenSSL-Lizenzwechsel führt zu Code-Entfernungen
  3. Certificate Transparency Webanwendungen hacken, bevor sie installiert sind

Zotac Zbox PI225 im Test: Der Kreditkarten-Rechner
Zotac Zbox PI225 im Test
Der Kreditkarten-Rechner

  1. Anbieterbezeichnung so langsam überholt

    Golressy | 02:39

  2. Re: Macht da bitte nicht mit

    sofries | 02:33

  3. Re: Activision patentiert Förderung von Krebs

    sofries | 02:17

  4. Re: Kosten ...

    DAUVersteher | 02:11

  5. Re: 50MBps

    bombinho | 02:01


  1. 19:09

  2. 17:40

  3. 17:02

  4. 16:35

  5. 15:53

  6. 15:00

  7. 14:31

  8. 14:16


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel