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Verband: DVD-Verleih in Deutschland geht wegen Netflix zurück

Die deutsche Videobranche nennt Netflix eine Oldie-Abspielplattform. Netflix, Amazon Video oder Maxdome drücken aber nachweislich auf das Geschäft mit dem DVD-Verleih.

Artikel veröffentlicht am ,
Netflix
Netflix (Bild: Netflix)

Der Bundesverband Audiovisuelle Medien (BVV) hat Golem.de bestätigt, dass wegen Streamingangeboten von Netflix, Amazon Video oder Maxdome Filme auf DVDs weniger gefragt sind. "Es ist tatsächlich auch in Deutschland ein Rückgang des DVD-Katalogabsatzes feststellbar, der zum Teil durch die gestiegene Nachfrage nach Katalog-Abspielplattformen wie Netflix zu erklären ist. Auf das Neuwarengeschäft haben diese Oldie-Abspielplattformen aber nur einen äußerst begrenzten Einfluss", sagte Oliver Trettin, Geschäftsführer beim BVV.

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Neue Filme sind auf Streamingplattformen nur zu sehr hohen Preisen verfügbar. Die traditionelle Verwertungskette der Filmindustrie lautet weiter: Kino, DVD/Blu-ray und dann erst Streaming. Nur Netflix bietet seine Eigenproduktionen immer zugleich weltweit und gegebenenfalls auch im Kino an. Die Zeitspanne, nach der Filme, die in den Kinos auslaufen, für das Wohnzimmer freigegeben werden, liegt auf Datenträgern traditionell bei 90 Tagen. Es können Jahre vergehen, bis beliebte US-Serien im legalen Streaming verfügbar sind, weil die Rechte bei Fernsehsendern liegen. Nach Expertenansicht ist das der Grund für die Attraktivität illegaler Filmkopien und Verluste der Filmstudios in Milliarden-US-Dollar-Höhe.

Streaming wächst stark

Im August berichtete der BVV, dass der Umsatz der deutschen Videobranche im ersten Halbjahr 2016 um 9 Prozent auf 649 Millionen Euro gesunken ist. Der Verleihmarktumsatz ohne Abo-Angebote über das Internet ging sogar um 15 Prozent zurück. Der Kaufmarkt gab um 6 Prozent auf 543 Millionen Euro nach. Neuere Angaben liegen nicht vor. Im BVV sind die deutschen Tochterunternehmen der Hollywood-Filmindustrie, unabhängige Studios und DVD-Studios als Fördermitglieder engagiert.

Nach einer Goldmedia-Erhebung vom Juli 2016 verwenden 43 Prozent aller Internetnutzer in Deutschland kostenpflichtige Streamingangebote - das sind rund 24 Millionen Onliner. Damit hatte sich die Nutzerzahl seit Ende 2014 mehr als verdoppelt. Entsprechend schnell steigen auch die Umsätze mit kommerziellem Video-on-Demand in Deutschland: Lagen die Erlöse im Jahr 2015 bei rund 423 Millionen Euro, sollen sie im Jahr 2021 mit 990 Millionen Euro knapp die Milliarden-Euro-Grenze erreichen.



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Trockenobst 26. Jan 2017

Oben den Link ansehen. Das bezog sich auf das Heimatland der Filmproduktion, also...

Labbm 25. Jan 2017

Ernsthaft? Die meisten Kinos haben nun nicht die Hammerqualität, da bist du zuhause mit...

Weyland Yutani 25. Jan 2017

...weil die Bequemlichkeit nun mal siegt. Obwohl ich in 5 Min. Entfernung eine sehr gute...

Rulf 24. Jan 2017

naja...wenn du bei schlechten wetter rausgehst, solltest du schon einen schirm dabei...

smaggma 24. Jan 2017

... in meiner Wohngegend in Berlin??? Kein Scheiß, ich hab keine Ahnung ob es in meiner...


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