Abo
  • Services:

Verbände: Neue Vectoring-Verordnung "aus dem Bonner Tulpenfeld"

Der neue Einigungsversuch der Bundesnetzagentur mit der EU-Kommission über das exklusive Vectoring der Telekom wird von den Wettbewerber-Verbänden verrissen. Der Ton wird noch schärfer.

Artikel veröffentlicht am ,
Netzausbau der Telekom
Netzausbau der Telekom (Bild: Deutsche Telekom)

Die Telekom-Konkurrenten haben den neuen Einigungsversuch der Bundesnetzagentur mit der EU-Kommission über das Vectoring im Nahbereich scharf kritisiert. "Offenbar geht man im Bonner Tulpenfeld davon aus, dass die EU-Kommission nicht erneut 'erhebliche Bedenken' äußern und damit ein weiteres Phase-II-Verfahren einleiten wird." Das gaben die Verbandspräsidenten Norbert Westfal (Breko - Bundesverband Breitbandkommunikation), Jens Prautzsch (Buglas - Bundesverband Glasfaseranschluss) und Martin Witt (Vatm - Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) am 21. Juni 2016 bekannt. Auch der neue Entwurf sehe ein weitgehendes Infrastruktur-Monopol für die Telekom in den Hauptverteiler-Nahbereichen vor.

Stellenmarkt
  1. WBS GRUPPE, deutschlandweit (Home-Office)
  2. BWI GmbH, Bonn, Wilhelmshaven, München

Bundesnetzagenturchef Jochen Homann hatte erklärt, die Bedenken der EU-Kommission mit dem neuen Entwurf ausgeräumt zu haben. Die Deutsche Telekom will im Nahbereich um 8.000 Hauptverteiler Vectoring einsetzen und dazu von der Verpflichtung befreit werden, Wettbewerbern VDSL-Anschlüsse in den Hauptverteilern zu ermöglichen, weil dies technisch nicht möglich sei. Die Bundesnetzagentur stimmte dem zu, die EU-Kommission prüfte die Entscheidung genauer. Die Telekom vertritt die Auffassung, dass mit dem exklusiven Vectoring sechs Millionen Haushalte bis Ende 2018 zusätzlich einen schnellen Anschluss bekommen würden, viele davon erstmals.

Absenkung vorgesehen

Vorgesehen sei von der Bundesnetzagentur nun eine Absenkung der im ersten Entwurf festgehaltenen Mehrheitsregelung. Ein alternativer Netzbetreiber müsse nicht mehr mindestens 50 Prozent aller grauen Kästen am Straßenrand und insgesamt mehr Kabelverzweiger als die Deutsche Telekom erschlossen haben, sondern nur noch mindestens 40 Prozent. Allerdings müsse ein ausbauwilliger Wettbewerber nun auch mindestens 33 Prozent mehr Kabelverzweiger erschlossen haben als die Telekom, was die Schwelle in vielen Fällen weit über 40 und auch über 50 Prozent hebe. Diese neue Regelung erhöhe das Risiko für die Investoren, betonten die Wettbewerberverbände.

Die von den alternativen Netzbetreibern angebotenen, "teils erheblichen und regional flächendeckenden Ausbauzusagen" seien auch im neuen Entwurf des Regulierers nicht berücksichtigt worden.

Die vorgenommenen Anpassungen der Bundesnetzagentur seien rein "kosmetischer Art" und verbesserten in der Praxis die Ausbaumöglichkeiten für die Wettbewerber allenfalls geringfügig.

Außerdem sehe der nun vorgelegte Entwurf weiterhin kein Überbau-Verbot von FTTB-/FTTH- und HFC-Infrastrukturen vor, sondern verpflichte im Gegenteil die Telekom dazu, in den Nahbereichen vorhandene, leistungsfähigere Netze mit Vectoring zu überbauen.

Der Verband kommunaler Unternehmen VKU erklärte: "Generell ist Vectoring eine Übergangstechnologie, die überall dort sinnvoll eingesetzt werden kann, wo ein sofortiger Glasfaserausbau ausscheidet. Ziel muss es aber weiterhin sein, ganz Deutschland sehr schnell mit hochleistungsfähigen Glasfasernetzen zu versorgen." Dieses Ziel dürfe nicht wegen einer nur punktuellen und zudem nicht nachhaltigen Verbesserung der Versorgungssituation in den Nahbereichen aus dem Auge verloren werden.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 44,98€ + USK-18-Versand
  2. 0,90€
  3. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 14.11.)
  4. 4,99€

Kaiser Ming 23. Jun 2016

damit war nicht nur Merkel gemeint Autokanzler war ja Schröder

RipClaw 23. Jun 2016

Scheint bei uns nicht ganz so sein. Kann aber auch daran liegen das sich das Dorf später...

Sharra 22. Jun 2016

Das ist auch kein Wunder. Denn, was geht denn in einen durchschnittlichen Haushalt...

RipClaw 22. Jun 2016

Auch eine Ansiedlung an einer Autobahnzufahrt garantiert keine schnelle...

Érdna Ldierk 22. Jun 2016

Meine Meinung: das ganze ist viel Gewäsch und viel Lärm um nichts. Bis in DE...


Folgen Sie uns
       


Google Pixel 3 XL - Test

Das Pixel 3 XL ist eines von zwei neuen Smartphones von Google. Das Gerät soll dank Algorithmen besonders gute Fotos machen - in unserem Test kann Google dieses Versprechen aber nur bedingt halten.

Google Pixel 3 XL - Test Video aufrufen
Pixel 3 XL im Test: Algorithmen können nicht alles
Pixel 3 XL im Test
Algorithmen können nicht alles

Google setzt beim Pixel 3 XL alles auf die Kamera, die dank neuer Algorithmen nicht nur automatisch blinzlerfreie Bilder ermitteln, sondern auch einen besonders scharfen Digitalzoom haben soll. Im Test haben wir allerdings festgestellt, dass auch die beste Software keine Dual- oder Dreifachkamera ersetzen kann.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Dragonfly Google schweigt zu China-Plänen
  2. Nach Milliardenstrafe Google will Android-Verträge offenbar anpassen
  3. Google Android Studio 3.2 unterstützt Android 9 und App Bundles

Apple Watch im Test: Auch ohne EKG die beste Smartwatch
Apple Watch im Test
Auch ohne EKG die beste Smartwatch

Apples vierte Watch verändert das Display-Design leicht - zum Wohle des Nutzers. Die Uhr bietet immer noch mit die beste Smartwatch-Erfahrung, auch wenn eine der neuen Funktionen in Deutschland noch nicht funktioniert.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Skydio R1 Apple Watch zur Drohnensteuerung verwendet
  2. Smartwatch Apple Watch Series 4 mit EKG und Sturzerkennung
  3. Smartwatch Apple Watch Series 4 nur mit sechs Modellen

Probefahrt mit Tesla Model 3: Wie auf Schienen übers Golden Gate
Probefahrt mit Tesla Model 3
Wie auf Schienen übers Golden Gate

Die Produktion des Tesla Model 3 für den europäischen Markt wird gerade vorbereitet. Golem.de hat einen Tag in und um San Francisco getestet, was Käufer von dem Elektroauto erwarten können.
Ein Erfahrungsbericht von Friedhelm Greis

  1. 1.000 Autos pro Tag Tesla baut das hunderttausendste Model 3
  2. Goodwood Festival of Speed Tesla bringt Model 3 erstmals offiziell nach Europa
  3. Elektroauto Produktionsziel des Tesla Model 3 erreicht

    •  /