Abo
  • Services:

Veracrypt und Truecrypt: Hidden-Volumes sind nicht versteckt

Eine kritische Sicherheitslücke in Veracrypt und Truecrypt ermöglicht Angreifern, die Existenz eines Hidden-Volumes zu beweisen. Ein Patch ist verfügbar, Nutzer müssen jedoch aktiv werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Eine schwerwiegende Sicherheitslücke in Veracrypt wurde gepatcht.
Eine schwerwiegende Sicherheitslücke in Veracrypt wurde gepatcht. (Bild: Open Crypto Audit/Screenshot)

Entwickler Mounir Idrassi hat einen schwerwiegenden Bug in Veracrypt bestätigt, der noch aus dem Truecrypt-Code stammt und Angreifern ermöglicht, eigentlich versteckte Volumes zu entdecken.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Bonn
  2. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Darmstadt

Mit dem Konzept soll Nutzern "Plausible Deniability" ermöglicht werden, die Existenz weiterer verschlüsselter Daten soll damit verneint werden können. Dazu werden zwei Container erstellt, wobei der zweite innerhalb des ersten liegt. Beide Container verwenden unterschiedliche Passphrasen. Mit dem Konzept soll es ermöglicht werden, dass Nutzer unter Zwang ihr Passwort zu einem der Container herausgeben können, ohne ihre wichtigen Daten zu kompromittieren. Nach Angaben von Idrassi können Angreifer durch den Bug aber sehen, ob ein solches verstecktes Volume existiert oder nicht. Ein Update soll das Problem beheben, alte Volumes müssen aber in jedem Fall neu erzeugt werden.

Der Fehler wurde von Ivanov Aleksey gefunden. Er sei in der Lage, die versteckten Volumes in fast 100 Prozent der Fälle zu erkennen. Wie genau er diese findet, wollte er auch dem Veracrypt-Entwickler Idrassi nach dessen Angaben nicht mitteilen. Idrassi fand das Problem dann aber selbst: Normale Volumes enthalten einen Header und einige zufällige Daten. Volumes mit einer geheimen Instanz hingegen haben zwei Header und zufällige Daten. Diese Header sind zwar verschlüsselt, Angreifer könnten aber in der Lage sein, zwischen normalen und versteckten Volumes zu unterscheiden.

Fake-Header soll das Problem beheben

Mit Veracrypt ab Version 1.18a soll das Problem gelöst werden, indem bei jedem Volume der normale Header und ein Fake-Header mit zufällig generiertem Masterkey erstellt werden, wenn kein Hidden Volume vorhanden ist. Für Angreifer ließe sich so nicht beweisen, dass es tatsächlich einen zweiten Container gibt, heißt es im Veracrypt-Forum.

Wer auf den zusätzlichen Schutz von Hidden Volumes angewiesen ist, muss neue Container erzeugen - bestehende Dateien können nicht auf den neuesten Stand gebracht werden. Betroffen sind auch alle Container, die mit früheren Truecrypt-Versionen erstellt wurden, alle unterstützten Betriebssystemversionen sind ebenfalls betroffen.

Das Release auf Version 1.18a enthält einige weitere Verbesserungen und Bugfixes: In Windows soll die Verschlüsselung der Systempartition jetzt auch in Verbindung mit EFI möglich sein, außerdem wurde die Installationsdatei gegen DLL-Hijacking abgesichert.

Der Code von Veracrypt wird derzeit einem Audit unterzogen, die Ergebnisse sollen im September vorliegen.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Game Night 5,98€, Maze Runner 6,98€, Coco 5,98€)

Kartell1312 23. Aug 2018

Hallo Leute.... Seit dem Update, also gestern war noch alles super, jetzt bekomme ich...

Mingfu 23. Aug 2016

Das ist uns schon klar, dass das so sein sollte. Nur behaupten die gerade das Gegenteil...

M. 23. Aug 2016

Nein. Das versteckte Volume liegt im freien Speicherplatz des aeusseren Volumes, der...

M. 23. Aug 2016

Nein. Der versteckte Container befindet sich im freien Speicherplatz des aeusseren...

honk 23. Aug 2016

der freie Speicherplatz in einem Container ist mit zufallszahlen belegt - oder eben mit...


Folgen Sie uns
       


Google Pixel 3 und Pixel 3 XL - Hands on

Google hat die neuen Pixel-Smartphones vorgestellt. Das Pixel 3 und das Pixel 3 XL haben vor allem Verbesserungen bei den Kamerafunktionen erhalten. Anfang November kommen beide Geräte zu Preisen ab 850 Euro auf den Markt.

Google Pixel 3 und Pixel 3 XL - Hands on Video aufrufen
Gigabit: 5G-Planungen gehen völlig an den Nutzern vorbei
Gigabit
5G-Planungen gehen völlig an den Nutzern vorbei

Fast täglich hören wir Erklärungen aus der Telekommunikationsbranche, was 5G erfüllen müsse und warum sonst das Ende der Welt drohe. Wir haben die Konzerngruppen nach Interessenlage kartografiert.
Ein IMHO von Achim Sawall

  1. Fixed Wireless Access Nokia bringt mehrere 100 MBit/s mit LTE ins Festnetz
  2. Funklöcher Telekom bietet freiwillig hohe 5G-Netzabdeckung an
  3. 5G Telekom hat ihr Mobilfunknetz mit Glasfaser versorgt

Mate 20 Pro im Hands on: Huawei bringt drei Brennweiten und mehr für 1.000 Euro
Mate 20 Pro im Hands on
Huawei bringt drei Brennweiten und mehr für 1.000 Euro

Huawei hat mit dem Mate 20 Pro seine Dreifachkamera überarbeitet: Der monochrome Sensor ist einer Ultraweitwinkelkamera gewichen. Gleichzeitig bietet das Smartphone zahlreiche technische Extras wie einen Fingerabdrucksensor unter dem Display und einen sehr leistungsfähigen Schnelllader.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Keine Spionagepanik Regierung wird chinesische 5G-Ausrüster nicht ausschließen
  2. Watch GT Huawei bringt Smartwatch ohne Wear OS auf den Markt
  3. Ascend 910/310 Huaweis AI-Chips sollen Google und Nvidia schlagen

Campusnetze: Das teure Versäumnis der Telekom
Campusnetze
Das teure Versäumnis der Telekom

Die Deutsche Telekom muss anderen Konzernen bei 5G-Campusnetzen entgegenkommen. Jahrzehntelang von Funklöchern auf dem Lande geplagt, wollen Siemens und die Automobilindustrie nun selbst Mobilfunknetze aufspannen. Auch der öffentliche Rundfunk will selbst 5G machen.
Eine Analyse von Achim Sawall

  1. Stadtnetzbetreiber 5G-Netz kann auch aus der Box kommen
  2. Achim Berg "In Sachen Gigabit ist Deutschland ein großer weißer Fleck"
  3. Telefónica Bündelung von Bandbreiten aus 4G und 5G ist doch möglich

    •  /