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Ganz nah an der Forschung

Das Vera-C.-Rubin-Teleskop ist nach der am 25. Dezember 2016 verstorbenen Astronomin Vera Florcence Cooper Rubin(öffnet im neuen Fenster) benannt, die Pionierarbeit bei der Beobachtung der Galaxy Rotation geleistet hat. Die hier beobachteten Effekte waren unter anderem für die Theorie zur dunklen Materie entscheidend .

Das Teleskop trug nicht von Beginn an den Namen von Rubin. Es wurde zunächst als Large Synoptic Survey Telescope (LSST) geführt. Dieser ursprüngliche Name taucht auch weiterhin an vielen Stellen auf.

Wenn das Teleskop nun schrittweise den Regelbetrieb aufnimmt, wird es zwar bis zum Jahr 2028 dauern, bis die umfangreichen Rohdaten für die Allgemeinheit publiziert werden, aber für Laien und Amateure sind diese ohnehin kaum hilfreich. Einzelne Ergebnisse und aufbereitete Datenpakete wird es aber schon 2026 geben und aktuell werden Ergebnisse aus den Testläufen auf der offiziellen Website(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung gestellt.

Es gibt eine Simulation der neu entdeckten Asteroiden(öffnet im neuen Fenster) sowie einen Skyviewer(öffnet im neuen Fenster) , in dem man im Sichtbereich des Teleskops auf Entdeckungsreise gehen kann. Es gibt technische Eckdaten zum Teleskop(öffnet im neuen Fenster) , Einblicke in die Datenverarbeitungspipeline(öffnet im neuen Fenster) , Erläuterungen zu den geplanten Datenprodukten(öffnet im neuen Fenster) sowie ein Forum(öffnet im neuen Fenster) zum LSST(öffnet im neuen Fenster) .

Als Amateur mitmachen

Wer sich sofort impulsiv an die Alarme von Vera C. Rubin anhängen und als Amateurastronom an den derzeitigen Ereignissen teilhaben möchte, findet hier(öffnet im neuen Fenster) viele Informationen und Links. Unterschieden werden muss zwischen den Rohalarmen und den aufbereiteten Alarmen von sogenannten Brokern, die auf Basis der Rohalarme eine Bewertung, Filterung, Analyse und Kategorisierung vornehmen.

Verschiedene Teams und Institutionen betreiben Broker, die sich nach unterschiedlichen Strategien in die Pipelines einklinken und Daten auswerten können. Zwei Beispiele sind Alerce(öffnet im neuen Fenster) und Fink(öffnet im neuen Fenster) . Es sollen ausdrücklich auch Citizen-Science-Projekte ermöglicht werden (PDF)(öffnet im neuen Fenster) , also Amateur-Projekte.

Technisch kommen in vielen Bereichen Python-APIs und Kafka Messaging Server(öffnet im neuen Fenster) zum Einsatz. Ziel ist es, einen möglichst einfachen Zugriff zu ermöglichen.

Wir stehen am Beginn einer goldenen Ära der Astronomie. Die Anzahl neuer Erkenntnisse dürfte sich in den nächsten Jahren deutlich erhöhen. Auch Laien und Amateure können immer dichter an die Forschung heranrücken und an den Big-Data-Ansätzen der Astronomie partizipieren.

Dass der Betriebsbeginn vieler Projekte genau mit dem KI-Boom zusammentrifft, könnte ein Glücksfall sein und den Erkenntnisgewinn nochmals beschleunigen.


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