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Enorme Datenmengen auswerten

Die Auswertung der Daten ist ein mindestens ebenso beeindruckendes Unterfangen. Hierzu gehört das LINCC Framework(öffnet im neuen Fenster) : Es werden die großen Rohdatenmengen durch verschiedene Pipelines verarbeitet. Einige sind "near real time" und dienen der Qualitätskontrolle, Kalibrierung und der Analyse transienter Ereignisse.

Viele Pipelines laufen aber auch als Batch im Nachhinein, um Langzeitstatistiken und Bildkombinationen zu berechnen. Wissenschaftler erhalten Zugriff auf eine Vielzahl von Datenprodukten.

Ziel ist es, auch interessante Himmelsereignisse zu entdecken, um zeitnah Alarme verschicken zu können, die es dann wiederum anderen Observatorien ermöglichen, sich aktiv an der Beobachtung besonders relevanter Ereignisse zu beteiligen. Es könnte etwa eine detektierte neue Supernova in einem sehr frühen Stadium detailliert beobachtet werden.

Bisher waren solche Untersuchungen eher glücklichen Zufallsentdeckungen zu verdanken. Künftig darf man mit einer routinierten, zeitnahen Erfassung rechnen.

Objekte entdecken, die der Erde gefährlich werden können

Als dritter Aspekt, neben den Langzeitdaten und den schnellen Alarmen, ergibt sich eine Ergänzung bei der Aufklärung von Objekten, die potenziell den Erdorbit kreuzen könnten. Bisher wurden solche Objekte – etwa 2024 YR4 , der mit einer geringen Wahrscheinlichkeit die Erde am 22. Dezember 2032 treffen könnte – durch ATLAS ( Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System(öffnet im neuen Fenster) ) entdeckt.

Zu diesem automatischen Warnsystem gehört ein Verbund von Observatorien, die den Himmel nach potenziellen Bedrohungen absuchen. Der Zusatz ATLAS in den offiziellen Bezeichnungen der gefundenen Objekte weist auf den Fund durch das Warnsystem hin. Mit Vera C. Rubin können diese Bemühungen entscheidend ergänzt werden.


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