Venture Capital: Deutschen Start-ups fehlt weiterhin das Geld
Die Investments in deutsche Start-ups sind weiter eingebrochen. Von Januar bis Juni 2023 haben Firmen rund 3,1 Milliarden Euro eingeworben – 49 Prozent weniger als im ersten Halbjahr des Vorjahres. Das geht laut einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) aus einer neuen Analyse der Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Ey hervor.
Das fehlende Risikokapital führte bereits zu einer steigenden Zahl von Pleiten. Allein im ersten Quartal des Jahres meldeten 67 Start-ups Insolvenz an . Viele Unternehmen mussten einen harten Sparkurs einschlagen, der in vielen Fällen auch Entlassungen bedeutete .
Im Rekordjahr 2021 hatten Investoren laut Ey 17,4 Milliarden Euro in aufstrebende Unternehmen gepumpt, rund 7,6 Milliarden davon in den ersten sechs Monaten des Jahres. Einige Geschäftsmodelle, zum Beispiel Onlineshopping oder Essenslieferungen, erlebten während und aufgrund der Coronapandemie einen Boom .
Einige brachen nach Ende der Schutzmaßnahmen ein. Der Lebensmittellieferdienst Getir, der den deutschen Anbieter Gorillas für 1,2 Milliarden US-Dollar übernommen hatte, machte letzten Berichten zufolge monatlich bis zu 100 Millionen US-Dollar Verlust .
Angesichts steigender Zinsen sowie der Unsicherheit um Ukrainekrieg und Konjunktur saß das Geld aber bereits 2022 nicht mehr so locker: Die Gesamtsumme des Risikokapitals für deutsche Start-ups brach um 43 Prozent auf rund 9,9 Milliarden Euro ein, wovon rund 6 Milliarden auf das erste Halbjahr entfielen.
Start-ups sind auf finanzielle Unterstützung von Investoren angewiesen, da sie anfangs keine Gewinne machen. Jungunternehmen müssten nun stärker ihren Weg zur Profitabilität aufzeigen, so Thomas Prüver von Ey. "Das ist der klare Fokus, den Investoren sehen wollen" , sagte er der Deutschen Presse-Agentur.
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