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Siegesgewisse Schwaben

Damals starteten zwei Studenten mit dem Bau des ersten Fahrzeugs. Es war ihre Abschlussarbeit. Der Wagen bestand aus einem Kohlefaser-Chassis und einem Rotor, dessen Bewegung die Räder direkt antrieb. Von Anfang an war klar, dass das Fahrzeug leicht sein muss. "Ich bin selbst Konstrukteur und wäre oftmals viel konservativer an die Auslegung gegangen. Die Studierenden haben sich da echt viel zugetraut und gezeigt, dass es geht", sagt der damalige Professor Martin Kühn. Der Aufwand hat sich gelohnt: 2008 gewannen die Studenten mit ihrem Ventomobil den Boysen-Preis für die beste Diplomarbeit im Bereich Umwelttechnik.

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Im Laufe der Jahre entwickelte das Team Inventus drei verschiedene Mobile. Die erste Generation rollte noch auf drei Rädern und mit einem einzelnen Rotor daher, der die Räder direkt antrieb. Das aktuelle Modell ist ein vierrädriger Hybrid. Bei dem fangen gleich zwei Rotoren den Wind ein. Der eine ragt vorne am Bug des Fahrzeugs auf und treibt einen Generator an, der wiederum zwei Elektromotoren an den Vorderrädern speist. Der andere Rotor ist hinter dem Cockpit erhöht angeordnet und liefert sein Drehmoment über ein Getriebe an die Hinterräder. Mit dieser Konfiguration gehen die Stuttgarter ans Maximum dessen, was laut Reglement erlaubt ist: vier Quadratmeter überstrichene Rotorfläche. Mit einem einzelnen großen Rotor wäre das unmöglich, denn der maximale Rotordurchmesser beträgt zwei Meter.

Beim Rennen im vergangenen August ging das Team Inventus mit seinem Rennwagen allerdings mit nur einem Rotor an den Start. "Der neue Hybridantrieb hatte damals noch so seine Tücken", begründet Fial. Zum Sieg hat es daher nicht ganz gereicht. Fial sagt: "Unsere eigens entwickelte Leistungselektronik ist erst kurz vor dem Rennen fertig geworden. Wir konnten sie nur auf Funktionalität, nicht aber auf ihren Wirkungsgrad hin testen." Deshalb sind die Stuttgarter nur mit dem mechanischen Antrieb gestartet. Damit kamen sie lediglich auf 95,6 Prozent der Windgeschwindigkeit. Aufs Podium schafften sie es dennoch: Weil sie mit ihrem Hybridantrieb den Innovation-Award gewannen, landeten sie im Gesamtergebnis auf dem zweiten Platz.

  • Die Konstrukteure mit ihrem Fahrzeug auf dem Deich in Den Helder. (Bild Julian Fial/Inventus)
  • Das Fahrzeug wird mit Windkraft angetrieben, fährt aber schneller als der Wind. (Bild Julian Fial/Inventus)
  • Das Windauto ist keine Luxuskarosse. (Bild Julian Fial/Inventus)
  • Die nächste Ausbaustufe mit zwei Rotoren (Bild Julian Fial/Inventus)
Die nächste Ausbaustufe mit zwei Rotoren (Bild Julian Fial/Inventus)

Den Gesamtsieg holten sich 2018 die Kanadier. Die ließen mit 113,97 Prozent alle hinter sich. In Stundenkilometer umgerechnet erreichten sie circa Tempo 40.

Um beim diesjährigen Rennen ganz oben auf dem Treppchen zu landen, legen sich die Schwaben gerade mächtig ins Zeug. "Wir versuchen, an allen Ecken und Enden zu optimieren", sagt Fial. So bauen sie gerade zwei unterschiedliche Rotorblattsätze: einen für Stark- und einen für Schwachwind. Damit können sie noch präziser auf die vorherrschenden Windbedingungen reagieren. Fial und seine Mannschaft sind optimistisch, was das diesjährige Rennen angeht: "Da zeigen wir, was unser Hybridantrieb kann."

 Ventomobil: Mit dem Windrad auf Rekordjagd
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Dreamwalker84 28. Feb 2019

Frage 1+2: Siehe http://www.inventus.uni-stuttgart.de/de/InVentus_technik.html - hier...

neocron 28. Feb 2019

vermutlich ja

AllDayPiano 28. Feb 2019

40km/h RELATIV ZUM WIND. Real sind es irgendwie 120% der Windgeschwindigkeit bei 40km/h...


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