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Ventana Micro Systems: Qualcomm kauft Entwickler von Hochleistungs-RISC-V-Chips

Mit der Übernahme von Ventana Micro Systems kann Qualcomm neben kundenspezifischen ARM-Kernen auch RISC-V-basierte Kerne anbieten.
/ Achim Sawall
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Der Veyron V2 gilt als einer der leistungsstärksten RISC-V-Chips der Welt. (Bild: Ventana Micro Systems)
Der Veyron V2 gilt als einer der leistungsstärksten RISC-V-Chips der Welt. Bild: Ventana Micro Systems

Qualcomm hat am 10. Dezember 2025 die Übernahme von Ventana Micro Systems angekündigt(öffnet im neuen Fenster) . Man freue sich sehr, seine RISC-V-Expertise in die Entwicklung der "Oryon-CPU-Technologie von Qualcomm einzubringen" , sagte Balaji Baktha, Chief Executive Officer von Ventana Micro Systems. "Wir sind überzeugt, dass die RISC-V-Befehlssatzarchitektur das Potenzial hat, die Grenzen der CPU-Technologie zu erweitern" , sagte Durga Malladi, Executive Vice President für Technologieplanung bei Qualcomm.

Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht. Experten und Marktbeobachter schätzen den Wert der Transaktion auf 200 bis 600 Millionen US-Dollar. Qualcomm integriert das etwa 150-köpfige Team.

Ventana Micro Systems mit Hauptsitz im kalifornischen Cupertino wurde im Jahr 2018 gegründet. Im Gegensatz zu vielen anderen RISC-V-Firmen, die sich auf kleine, stromsparende Chips für IoT-Geräte konzentrieren, spezialisierte sich Ventana auf High-Performance-Prozessoren für Rechenzentren, 5G-Edge-Computing und KI-Anwendungen.

Das bekannteste Produkt des Unternehmens ist die Veyron-Prozessorlinie. Der Veyron V2 gilt als einer der leistungsstärksten RISC-V-Chips der Welt.

Kunden sind Cisco, AWS oder Google

Baktha war an der Entwicklung des ersten Prozessors für Rechenzentren mit ARM-Architektur beteiligt, aus dem der X-Gene von Applied Micro wurde.

Normalerweise verkaufen Unternehmen wie Ventana kein fertiges Silizium, sondern ihr Prozessordesign als sogenanntes Intellectual Property (IP). Um die Halbleiterfertigung kümmeren sich dann die Kunden, eventuell passen sie noch den Prozessor an. Dieses Modell bietet auch Ventana an, das fertige Silizium ist allerdings das Kerngeschäft, wie Golem im Dezember 2022 berichtete . Ziel sind Unternehmen wie Cisco, AWS oder Google, die so weniger Aufwand mit der Entwicklung eigener Prozessoren haben, da sie nur noch ihre spezifischen Beschleuniger als abgeschlossenen Chip entwickeln müssen. Die Integration anderer Komponenten entfällt.


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