Venezuela: Kryptowährung soll selbsterklärten Sozialismus retten

Es klingt nach einem verzweifelten Plan - ob er jemals umgesetzt wird ist völlig offen: Nicolas Maduro will Venezuela durch die Einführung einer Kryptowährung retten.

Artikel veröffentlicht am ,
Maduro vor der Uno.
Maduro vor der Uno. (Bild: John Moore/Getty Images)

Venezuelas Diktator Nicolas Maduro will die drohende Staatspleite des Landes durch die Ausgabe einer neuen Kryptowährung abwenden. Das selbsternannte sozialistische Regime beklagt eine "Blockade" durch die USA, tatsächlich hemmen Sanktionen den Geldfluss von und nach Venezuela über internationale Banken. Die Rohstoffreserven Venezuelas sollen die Kryptowährung namens Petro absichern.

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Details über den angeblich kurz bevorstehenden Start der Währung gibt es bislang nicht. Das Projekt wurde von Maduro in einer fast fünfstündigen TV-Show angekündigt und soll die "monetäre Souveränität" des Landes wiederherstellen. Der Petro soll für finanzielle Transaktionen im Land selbst genauso genutzt werden wie für internationale Überweisungen. Sollte die Kryptowährung jemals Wirklichkeit werden, könnte Venezuela sich mit Estland um die Einführung der ersten staatlich unterstützen Kryptowährung streiten.

Die Opposition hält Maduro für einen Clown

Die Opposition ist von Maduros Plänen bislang nicht überzeugt. Sie verweist unter anderem darauf, dass die Ausgabe offizieller Zahlungsmittel vom Parlament beschlossen werden müsste. "Maduro spielt wieder den Clown. Die Ankündigung ist nicht glaubhaft", sagte das oppositionelle Mitglied des Parlaments Angel Alvarodo der Nachrichtenagentur Reuters. Zuletzt hatten IT-Experten Maduro zudem vorgeworfen, die Ergebnisse eines umstrittenen Referendums manipuliert zu haben - und dafür ausgerechnet die Daten von Wahlcomputern zur Begründung herangezogen.

Venezuela hat eine sehr hohe Inflation, die Währung verliert seit Monaten drastisch an Wert. Allein im vergangenen Monat fiel der Kurs des Bolivar im Vergleich zum US-Dollar um 57 Prozent. Dieser Handel findet wegen Kapitalverkehrskontrollen allerdings nur auf dem Schwarzmarkt statt. Immer wieder war auch berichtet worden, dass Bürger den kostenfreien Strom in dem Land nutzen, um Bitcoin oder andere Kryptowährungen wie Ethereum zu schürfen. Dabei sollen einige von ihnen sogar die Stabilität des Stromnetzes gefährden.

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triplekiller 05. Dez 2017

musste grad an simpsons denken

Trollversteher 05. Dez 2017

@Yash: Was für ein Unsinn.

Trollversteher 05. Dez 2017

Aha, und was soll uns das in diesem Zusammenhang sagen? Dass jeder Despot, der sich...

mnementh 05. Dez 2017

Die Wirtschaft des Landes erzeugt das Vertrauen, aber es ist kein realer Gegenwert. Was...



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