Der Computer steuert

Der Autopilot sei das wichtigste System an Bord, sagt Harris. Viele der favorisierten Boote nutzen Systeme von Pixel sur mer und Madintec. Gerade in den vergangenen zwei Jahren habe es da große Fortschritte gegeben.

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Die Systeme sind seit der letzten Regatta deutlich leistungsfähiger geworden und können viel mehr Daten verarbeiten. 25 Mal pro Sekunde liefern Windmesser, Kompass, Lage und Beschleunigungssensoren sowie die Sensoren in den Foils und im Rigg Daten an den Autopiloten.

Auf die Krängung kommt es an

Der Autopilot steuert das Boot anhand der Parameter, die der Segler vorgibt. Eine wichtige Variable ist beispielsweise die Krängung, also die Neigung des Boots, die großen Einfluss auf die Anströmung der Foils und damit auf die Geschwindigkeit hat. Allerdings wird auch der Aufwand für die Bedienung größer. Da die Anzahl der möglichen Einstellungen und Parameter deutlich größer geworden sei, hätten Herrmann und er sehr viel Arbeit in die Anpassung stecken müssen, erzählt Harris.

Dafür steuert der Autopilot das Boot besser - sprich: schneller. Zu den Signalgebern des Autopiloten gehört, wie erwähnt, auch Oscar. Erfasst das System ein Ufo, wird der Autopilot versuchen, das Boot zu verlangsamen und eine Kollision zu vermeiden, notfalls auch mit einem abrupten Manöver.

  • Boris Herrmanns Boot Seaexplorer ist eine hochtechnisierte Yacht. (Bild: Jean-Marie Liot/Malizia)
  • Das Boot ist aus CFK gebaut und mit Foils ausgestattet. Mit den u-förmigen Schwertern wird das Boot schneller. (Bild: Jean-Marie Liot/Malizia)
  • Sie sind aktuelle Technik und wurden Anfang des Jahres angebaut. (Bild: Yann Riou/Malizia)
  • Der Bordcomputer ist die Zentrale des Bootes. (Bild: Andreas Lindlahr/Malizia)
  • Hier wertet Herrmann Wetterdaten aus und plant seine Strategie. (Bild: Andreas Lindlahr/Malizia)
  • Der Autopilot steuert zwar, aber die Segel muss Herrmann selbst trimmen. (Bild: Andreas Lindlahr/Malizia)
  • Knochenarbeit: Nach jeder Wende und jeder Halse müssen mehrere hundert Kilo Gepäck umgepackt werden. (Bild: Pierre Bouras/Malizia)
  • Der Segler aus Hamburg ist allein an Bord - es ist eine Solo-Regatta. (Bild: Jean-Marie Liot/Malizia)
  • Herrmann ist der erste Deutsche, der an der Regatta teilnimmt, die als eine der härtesten gilt. (Bild: Jean-Marie Liot/Malizia)
  • Herrmann setzt sich für den Klimaschutz ein. (Bild: Arctique Race)
  • Er legt Wert auf sauberen Bordstrom, der unter anderem von Solarzellen erzeugt wird. (Bild: Andreas Lindlahr/Malizia)
  • 2019 brachte Herrmann Greta Thunberg mit seinem Boot zum UN-Klimagipfel nach New York. (Bild: Jen Edney/Malizia)
  • Auf der Regatta sammelt Herrmann Meeresdaten für die Klimaforschung. (Bild: Yvann Zedda/Malizia)
  • Wenn die Seaexplorer hält, hat Herrmann gute Chancen auf einen der vorderen Plätze. (Bild: Andreas Lindlahr/Malizia)
Der Autopilot steuert zwar, aber die Segel muss Herrmann selbst trimmen. (Bild: Andreas Lindlahr/Malizia)
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Eines macht der Autopilot allerdings nicht: Er kümmert sich nicht um die Segel. Segeltrimm ist allein Herrmanns Aufgabe - das verlangen die Regatta-Regeln. Aber das System gibt ihm den Raum für andere wichtige Tätigkeiten wie Arbeiten am Schiff.

Bedienen kann Herrmann den Autopiloten auch, wenn er nicht am Rechner ist: An Deck gibt es dafür wasserdichte Knöpfe. Am Handgelenk trägt er zudem eine Fernbedienung, außerdem hat er zwei iPhones sowie ein iPad dabei. Sie alle sind mit dem Bordrechner vernetzt. Gesteuert wird der Autopilot über eine Webschnittstelle.

Allerdings ist auch der Autopilot nicht perfekt: Er habe noch nicht die richtigen Einstellungen für die kurze Welle im Indischen Ozean gefunden. "Die Durchschnittsgeschwindigkeit waren dann enttäuschende 15, 16 Knoten, langsamer als meine Konkurrenz im Moment, aber einen besseren Kompromiss konnte ich nicht finden", hadert Herrmann. "Ich habe heute Morgen schon wieder 40 Meilen verloren."

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Die Tastatur flog durchs Boot

Hinzu kam ein Schreckmoment in der Nacht zuvor: Nach dem Problem mit den Hydrogeneratoren hatte Herrmann die Durchschnittsgeschwindigkeit so eingestellt, dass das Boot nicht schneller als 25 Knoten fährt. Trotzdem sei das Boot "in einen Surf gestartet". "Das Boot hat in der Bö beschleunigt, hat einfach nicht aufgehört. Als ich dann rausstürmte, war das Speedometer bei 38 Knoten. Mit diesem Speed ist das Schiff in die nächste Welle reingedonnert." Alle Alarme seien angegangen. Die Tastatur des Rechners sei 10 Meter weit durch Boot geflogen.

Ein böses Déjà-vu nach dem Ausscheiden von Kevin Escoffier wenige Tage zuvor. Das Boot des Franzosen war ebenfalls bei hoher Geschwindigkeit in eine Welle gekracht und auseinandergebrochen.

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 Oscar erkennt Treibgut mit KIDie härteste Regatta 
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