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Vehicle-to-Grid: Porsche Taycan als Pufferspeicher für das Stromnetz

Der Akku im Porsche Taycan könnte seine Energie auch ins öffentliche Stromnetz zurückspeisen, wie ein Versuch gezeigt hat.
/ Andreas Donath
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Porsche Taycan stützen das Stromnetz. (Bild: Porsche)
Porsche Taycan stützen das Stromnetz. Bild: Porsche

Der Porsche als Pufferakku für das Stromnetz – das ist tatsächlich möglich, wie ein Versuch mit dem Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW und Intelligent Energy System Services (IE2S) ergeben hat. Unter Laborbedingungen, aber auch in häuslicher Umgebung, wurden dabei fünf Porsche Taycan im Rahmen einer Vehicle-to-Grid-Anwendung(öffnet im neuen Fenster) eingesetzt, um zu testen, ob künftig Energie ins öffentliche Stromnetz zurückgespeist werden kann.

Künftig könnten Elektrofahrzeuge als virtuelles Kraftwerk einen Teil der sogenannten Regelleistung liefern. Diese gleicht die Schwankungen im Stromnetz aus.

"Die Ladetechnologie des Porsche Taycan und unsere Produkte Home Energy Manager und Mobile Charger haben viel Zukunftspotenzial. Das hat der Pilotversuch ergeben" , sagte Lutz Meschke, Vorstand Finanzen und IT von Porsche.

"Ein derartiges Pooling-System lässt sich nicht nur für den Regelleistungsmarkt nutzen. Erweiterte Lösungen für Green Charging und andere Vehicle-to-Grid-Anwendungen sind gleichfalls denkbar. Hinzu kommt: Wenn Elektrofahrzeuge künftig elektrische Energie zum Beispiel aus privaten Photovoltaikanlagen ins Netz zurückspeisen und so zum Ausbau der regenerativen Energie beitragen, erhöht das die Akzeptanz der E-Mobilität weiter."

Fahrzeugakkus statt Kraftwerke

Da Wind und Sonne nicht immer zur Verfügung stehen, muss das Stromnetz stets ausglichen werden. Werden Stromnetze nicht konstant bei 50 Hertz Netzfrequenz stabilisiert, drohen Stromausfälle. Bisher federn vor allem konventionelle Kraftwerke diese Schwankungen ab.

Kernelement ist eine von IE2S entwickelte Softwarelösung, die die Ladevorgänge der Elektrofahrzeuge koordiniert und die Regelleistungs-Sollwerte des Netzbetreibers berücksichtigt. Testweise wurde das Pooling-System an die Hauptschaltleitung von TransnetBW in Wendlingen bei Stuttgart angebunden.

Noch sind die Fahrzeuge von Porsche nicht von Werk aus mit einer bidirektionalen Ladefunktion ausgerüstet, doch das kann sich natürlich ändern. 2030 sollen mehr als 80 Prozent seiner Fahrzeuge mit einem Elektromotor angeboten werden, teilte das Unternehmen jüngst mit.


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