Vega: Raketenabsturz lässt Fragen offen

Zwei Monate nach dem Absturz einer Vega-Rakete mit einem Militärsatelliten der Vereinigten Arabischen Emirate an Bord liegt ein Bericht der Untersuchungskommission vor. Die Ursache scheint geklärt, Details werden aber nicht verraten.

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Eine Zefiro 23 Raketenstufe im Bau. Beim Absturz versagte allerdings das andere Ende der Raketenstufe.
Eine Zefiro 23 Raketenstufe im Bau. Beim Absturz versagte allerdings das andere Ende der Raketenstufe. (Bild: ESA)

Ein thermisch-strukturelles Versagen des oberen Deckels der zweiten Raketenstufe soll die Ursache des Absturzes einer Vega-Rakete im Juli gewesen sein. 14 Sekunden nach der Zündung platzte die Raketenstufe und die Mission war verloren. Viel mehr ist dem offiziellen Bericht der Untersuchungskommission des Absturzes nicht zu entnehmen.

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Als das obere Ende der aus Kohlefaser gefertigten Zefiro-23-Feststoffraketenstufe platzte, wurde der Rest der Rakete davongeschleudert und stürzte 400 Kilometer von der Küste entfernt in den Atlantik. Der Bericht lässt keine Rückschlüsse darauf zu, worin das Versagen bestand oder wie die Kommission zu dem Schluss gekommen ist. Ein versehentliches Zünden der Selbstzerstörung wurde allerdings ausgeschlossen.

Der Wortwahl nach zu urteilen, ist wohl ein Teil des Kohlefasergehäuses durch die heißen Verbrennungsgase im Inneren des Raketenmotors überhitzt worden. Das Gehäuse wird von Dämmmaterial geschützt, aber normalerweise gibt es thermische Belastungen der Außenwand erst kurz vor dem Ausbrennen der Stufe, nicht schon wenige Sekunden nach der Zündung. Ein möglicher Schwachpunkt ist allerdings die Befestigung des Zünders in der Mitte des Deckels.

Über die tatsächliche Ursache kann also, trotz des Berichts, nur spekuliert werden. Es sollen Korrekturen an den betroffenen Teilen und Herstellungsprozessen vorgenommen werden, bevor die Rakete 2020 wieder fliegen soll. Welche Teile und Prozesse das sind, bleibt offen. Auch über mögliche Auswirkungen auf die Konstruktion der vergrößerten Vega-C Rakete gibt es keine Aussagen im Bericht. Sie wird eine verlängerte und schubstärkere Version der gleichen Raketenstufe verwenden, die Zefiro 40.

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Nach der Livestream-Übertragung kam zunächst die Vermutung auf, dass die zweite Stufe gar nicht gezündet hätte. Ursache für diese Spekulationen waren irreführende Kommentare während der Liveübertragung, die lediglich von einem Skript vorgelesen wurden und somit nicht vertrauenswürdig waren. Zusätzlich stellte sich heraus, dass die eingeblendeten Infrarot-Aufnahmen nicht live, sondern stark verzögert waren. Sie konnten somit die Stufentrennung nicht zeigen, als diese angesagt wurde.

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