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Vectorised Streaming Video: Videocodec setzt auf Vektoren statt Pixel

Geht es nach zwei Forschern der Universität Bath, werden Pixel bereits in fünf Jahren Geschichte sein. Die beiden arbeiten mit VSV an einem Videocodec, der Bilder mit Vektoren statt mit Pixeln darstellt.
/ Jens Ihlenfeld
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Forscher wollen Fotos und Videos vektorisieren. (Bild: Phil Willis/Universität Bath)
Forscher wollen Fotos und Videos vektorisieren. Bild: Phil Willis/Universität Bath

Auflösungsunabhängige Videos in hoher visueller Qualität soll der neue Videocodec VSV(öffnet im neuen Fenster) (Vectorised Streaming Video) bieten, den Professor Phil Willis zusammen mit Kollegen an der Universität Bath entwickelt hat. Dabei werden zur Bilddarstellung Vektoren statt Pixel verwendet.

Damit dabei visuell ansprechende Bilder entstehen, haben die Forscher eine Technik entwickelt, um den Raum zwischen den im Bild erkannten Konturen mit Farben zu füllen. Willis spricht von einem Durchbruch, der die Produktion visueller Medien revolutionieren werde.

Derzeit arbeiten die Forscher mit den Unternehmen Root6, Smoke & Mirrors und Ovation Data Services zusammen, um mögliche Anwendungsfelder für die Software auszuloten. Dabei konzentrieren sie sich derzeit vor allem auf den Bereich Post-Produktion, aber auch in anderen Bereichen wie Web, Tablets und Mobile soll sich der Codec verwenden lassen, wie Willis sagt.

Offiziell vorgestellt wurde der Codec auf der CVMP-Konferenz(öffnet im neuen Fenster) in London in der vergangenen Woche. Noch steht die Technik am Anfang. Erst Anfang bis Mitte 2013 soll eine Demo fertig sein, erklärte Willis im November 2012(öffnet im neuen Fenster) . Noch sind vor allem lange Rechenzeiten ein Problem.

Im Jahr 2009 hat Willis zusammen mit John Patterson bereits eine ähnliche Technik für Fotos vorgestellt(öffnet im neuen Fenster) , die ihrem in Pixeln dargestellten Original sehr nahe kommen. Aber schon hier waren die Rechenzeiten recht lang. Allerdings war Qualität und nicht hohe Geschwindigkeit damals das Ziel der Forscher.


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