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Vectoring: Telekom-Konkurrenz fordert Abspaltung des Festnetzes

Aus Angst vor den exklusiven Vectoring-Plänen wollen die Wettbewerber jetzt die Aufspaltung der Deutschen Telekom . Diese meint, dadurch würde "die gesamte Branche über Jahre" gelähmt.
/ Achim Sawall
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Kupferkabel im G.fast-Labor in München (Bild: Christoph von Schierstädt/Lantiq)
Kupferkabel im G.fast-Labor in München Bild: Christoph von Schierstädt/Lantiq

Die im Breko(öffnet im neuen Fenster) (Bundesverband Breitbandkommunikation) organisierten Telekom-Konkurrenten wollen eine Abspaltung des Festnetzes des Konzerns. "Wir brauchen ein rechtlich und eigentumsseitig selbstständiges Festnetzunternehmen, das die notwendigen Vorleistungen sowohl für die Deutsche Telekom als auch für deren Wettbewerber diskriminierungsfrei erbringt" , sagte Breko-Geschäftsführer Stephan Albers am 5. Oktober 2015.

Im Breko sind viele Stadtwerke, regionale und lokale Netzbetreiber, Mitglied, aber auch große Konzerne wie die Telefónica und Netzwerkausrüster wie Huawei und Cisco.

Bei der Bundesnetzagentur wird über den Antrag der Telekom verhandelt, im Nahbereich um 8.000 Hauptverteiler die Vectoring-Technik einzusetzen und dazu von der Verpflichtung befreit zu werden, Wettbewerbern VDSL-Anschlüsse in den Hauptverteilern zu ermöglichen. Insgesamt könnten so nach einer umstrittenen Rechnung der Telekom knapp 80 Prozent der Haushalte bis zu 100 MBit/s bekommen.

Wer investiert wie viel?

Telekom-Sprecher Andreas Middel sagte Golem.de: "Durch eine Abspaltung käme der Netzausbau keinen Millimeter weiter voran. Im Gegenteil: Eine Aufspaltung der Telekom würde die gesamte Branche über Jahre lähmen – und damit auch den Breitbandausbau. Das wichtigste Ziel muss die bessere Versorgung der Menschen sein – und zwar schnell. Absurde Profilierungsversuche helfen da nicht weiter."

Breko-Präsident Norbert Westfal erklärte, dass die Telekom-Wettbewerber "hierzulande mehr als die Hälfte (57 Prozent) aller Investitionen in den Telekommunikationsmarkt leisten und im vergangenen Jahr fast drei Mal so viel von ihrem Gewinn investiert haben wie die Telekom."

Dagegen bezieht sich die Telekom auf eine Studie von HSBC, aus der hervorgeht, dass die Telekom-Konkurrenten nur zehn Prozent der Breitbandinvestitionen leisten würden.


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