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Vectoring: Telekom darf wegen EU nicht über 50 MBit/s bieten

Nicht deutsche Förderauflagen, sondern die der EU sind die Ursache für die künstliche Begrenzung der Datenraten bei der Telekom. Doch das dürfte bald anders werden, wenn die Vorgaben für das Vectoring sich ändern.

Artikel veröffentlicht am ,
Netzausbau der Telekom mit Minister
Netzausbau der Telekom mit Minister (Bild: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom kann in einem Fördergebiet wegen EU-Förderrichtlinien derzeit noch keine Datenübertragungsrate über 50 MBit/s anbieten. Das sagte Telekom-Sprecher Hubertus Kischkewitz auf Nachfrage von Golem.de. Wir hatten zuvor nach seiner Aussage berichtet, dass deutsche Förderrichtlinien es der Telekom verböten, in neuen Ausbaugebieten eine höhere Datenrate anzubieten. Die Telekom hatte einen teilweise geförderten Ausbau in Simonswald angekündigt, einer Gemeinde im Südwesten Baden-Württembergs im Landkreis Emmendingen.

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Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums sagte Golem.de auf Anfrage: "Die Aussage, dass das Bundesprogramm eine maximale Datenrate von 50 MBit/s vorgebe, ist falsch. Das Gegenteil ist zutreffend: Das Bundesprogramm für superschnelles Breitband setzt das Erreichen der Mindestdatenrate von 50 MBit pro Sekunde voraus. Schon heute werden mit dem Bundesprogramm Netzanschlüsse mit Geschwindigkeiten rund um ein Gigabit pro Sekunde geschaffen."

Kischkewitz räumte ein, dass seine Ausführungen in Bezug auf das aktuelle Förderprogramm nicht "ganz korrekt waren".

VULA, TAL und EU

Die Telekom muss den Konkurrenten Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung (TAL), der sogenannten letzten Meile, gewähren. Allerdings kann die Telekom den Zugang zur TAL in der unmittelbaren Umgebung ihrer rund 8.000 Hauptverteiler verweigern, falls sie dort ihre Anschlüsse mit der VDSL2-Vectoring-Technik erschließt. Sie muss dann den Wettbewerbern Ersatzprodukte anbieten. Dieses lokale virtuell entbündelte Zugangsprodukt (VULA) muss in seinen Eigenschaften der entbündelten TAL sehr nahe kommen.

Laut den Aussagen von Kischkewitz ermöglicht die aktuelle Förderrichtlinie der EU "allerdings erstmalig den Einsatz der Vectoring-Technologie auch im Förderkontext. Voraussetzung hierfür ist die Bereitstellung eines Ersatzprodukts für den Zugang am Kabelverzweiger. Dieses Ersatzprodukt wurde durch das Bundesverkehrsministerium der EU-Kommission vorgelegt und ist aktuell noch im Genehmigungsprozess."

Sobald die Genehmigung für das Ersatzprodukt vorliegt, könnten alle Carrier, also auch die Telekom, Vectoring in Gebieten einschalten, die aktuell durch das Bundesförderprogramm ausgebaut werden.



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Ovaron 16. Okt 2016

Den Wechsel habe ich tatsächlich nicht mitbekommen, sorry für die daraus entstandenen...

Ovaron 15. Okt 2016

Tut es irgendwas zur Sache wie diese Voraussetzungen geschaffen werden? Ich kann...

Chris28 15. Okt 2016

Ach so, bevor jetzt jemand was zu Entertain sagt, hier nehme ich natürlich alle...

Anonymer Nutzer 15. Okt 2016

In der Tat, was mancher Nerd hier übersieht ist, dass es hier nicht um...

RipClaw 15. Okt 2016

Sagt wer das das nicht auch ein physikalischer Zugang sein kann ? Bei Punkt zu Punkt...


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