Vectoring: Regierung veröffentlicht laut Breko "Telekom-Lobby-Papier"
Der Breko (Bundesverband Breitbandkommunikation) hat ein Papier der Bundesregierung scharf kritisiert, das von der EU-Kommission weniger Regulierung im Bereich Telekommunikation fordert. Die Stellungnahme der Bundesregierung liest sich nach Ansicht des Breko so, als handele es sich um ein Lobby-Papier der Telekom, da sich viele wesentliche Forderungen des Konzerns "eins zu eins wiederfinden" , so der Breko in einer Stellungnahme, die Golem.de vorliegt.
"Der Breko setzt darauf, dass sich die Bundesregierung nicht zur verlängerten Werkbank der Telekom machen lässt und als Sprachrohr des Ex-Monopolisten fungiert" , sagte Breko-Geschäftsführer Stephan Albers. Regulierungsferien für die Telekom stünden angesichts der "aktuellen Re-Monopolisierungs-Strategie des Magenta-Konzerns absolut nicht zur Debatte" , sagte Albers.
FTTH erst mittel- bis langfristig
Albers kritisiert, dass die Bundesregierung den Übergang von der Kupfer- zur Glasfasertechnologie erst "mittel- bis langfristig" vorsieht.
Eine so weitreichende Positionierung, die ganz wesentlich den Standpunkt des marktbeherrschenden Unternehmens in Deutschland widerspiegele, könne auch aus Sicht des Vatm (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) in Brüssel nicht so bestehen bleiben. "Die Investoren in den deutschen Markt würden abgeschreckt" , sagte(öffnet im neuen Fenster) Jürgen Grützner, Vatm-Geschäftsführer.
So schnell wie möglich, heißt es in dem 18-seitigen Dokument, müsse es in der EU weniger Regulierung und mehr Investitionen in Telekommunikationsnetze geben. Nationale Regulierungsbehörden sollten mehr Autonomie erhalten.
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