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Vectoring: Kündigung durch Telekom betrifft bald Hunderttausende

Die Telekom hat begonnen, ihren Kunden zu kündigen, wenn andere Unternehmen VDSL2-Vectoring im Nahbereich ausbauen. Bei 250.000 Haushalten, die von alternativen Betreibern Vectoring erhalten, dürfte das erst der Anfang sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Kündigungsschreiben der Telekom
Kündigungsschreiben der Telekom (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Golem.de hat in der vergangenen Woche zweimal über Kündigungen der Deutschen Telekom von Kunden berichtet, weil alternative Netzbetreiber dort VDSL2-Vectoring-Technologie ausbauen. Die Telekom bezeichnet dies als Einzelfälle, weil sie fast alle Nahbereiche gewonnen habe. Laut Angaben der Bundesnetzagentur werden aber 250.000 Haushalte von alternativen Betreibern mit VDSL-Vectoring ausgebaut.

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Laut Angaben eines Sprechers der Bundesnetzagentur haben 23 Wettbewerbsunternehmen eine "entsprechende Ausbauzusage in knapp 400 Anschlussbereichen mit etwa 1.750 Kabelverzweigern abgegeben und können somit circa 250.000 Haushalte mit VDSL-Vectoring versorgen". Diese sind derzeit natürlich nicht alle Kunden der Telekom, und auch nicht alle werden Vectoring bestellen. Daher entspreche diese Angabe nicht der Zahl der gegebenenfalls von einer Kündigung durch die Telekom betroffenen Kunden. "Wie viele VDSL-Endkunden die Telekom in den Nahbereich-Ausbaugebieten der Wettbewerber hat, die von einer möglichen Kündigung durch die Telekom betroffen sein könnten, ist der Bundesnetzagentur nicht bekannt", sagte der Sprecher.

Grundsätzlich gelte für die von Golem.de skizzierten Fälle, dass die Telekom weder aus regulatorischen noch aus technischen Gründen dazu gezwungen sei, die Übertragungsleistungen zu reduzieren oder die Verträge komplett zu kündigen. Eine Bereitstellung von VDSL-Produkten sei der Telekom durch entsprechende Vorleistungsprodukte weiterhin möglich, auch wenn die Nahbereichserschließung durch einen Wettbewerber erfolgt.

Kein Kündigungsgrund

Auch laut Darstellung von Jürgen Grützner, Geschäftsführer des VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten), gibt "es gar keinen Kündigungsgrund. Die Telekom müsste nur die Teilnehmeranschlussleitung einkaufen. Wie wird die Telekom in den vielen anderen Fällen reagieren, wo die Wettbewerber im Nahbereich den Ausbau zugesprochen bekommen haben?", fragte Grützner im Gespräch mit Golem.de. Auch in den übrigen Fällen außerhalb des Nahbereiches, wo andere Betreiber im Windhundrennen die Kabelverzweiger anschließen dürfen, werde sich das Problem stellen. Zusammen kann also von hunderttausenden Betroffenen ausgegangen werden. Die Möglichkeiten der Telekom seien die Kündigung, eine Datenrate von 6 MBit/s anzubieten oder mit anderen zusammenzuarbeiten.



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DerDy 12. Jul 2017

Du hast aber einen riesigen Denkfehler in deiner Aussage. Das Problem beim FTTH Ausbau...

DerDy 12. Jul 2017

Du scheinst vom Breitbandmarkt nur wenig mitzubekommen, sonst könntest du diese falsche...

sneaker 12. Jul 2017

Öffentlich gibt es nur die Liste der betroffenen Nahbereiche. Ob man selbst Nahbereich...

nixnuzz 12. Jul 2017

wäre es möglich, dass Telekom den Kunden kündigt, weil SLA nicht gehalten werden können...

M.P. 12. Jul 2017

So sollte die Aussage lauten - jedenfalls wenn es um Internet etc. geht. Erdgas, Wasser...


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