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Vectoring: Konkurrent will Telekom das Festnetz wegnehmen lassen

Ein Festnetzbetreiber fordert, der Telekom das Festnetz wegzunehmen. Der Streit um den weiteren Vectoring-Ausbau eskaliert.

Artikel veröffentlicht am ,
Technik der Telekom
Technik der Telekom (Bild: Telekom)

Der Netzbetreiber Ewe Tel fordert die Aufspaltung der Deutschen Telekom nach dem britischen Vorbild, um den Breitbandausbau in Deutschland voranzubringen. Das erklärte das Unternehmen in einer Stellungnahme (PDF) an die Bundesnetzagentur im Streit um den weiteren Vectoring-Ausbau. Zuerst berichtete Heise Online über die Aussagen. Die Telekom hatte beantragt, von der Verpflichtung, Wettbewerbern VDSL-Anschlüsse in den Hauptverteilern zu ermöglichen, befreit zu werden. Konkurrenten könnten dann nur noch Vorleistungen einkaufen und müssten ihre vorhandene VDSL-Technik abbauen.

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Doch die Qualität der Vorleistungsprodukte sei nicht ausreichend, so Andrea Weißenfels, Referentin für Recht und Regulierung bei Ewe Tel. Danach gebe es Qualitätsprobleme bei TAL- und Bitstrom-Vorleistungsprodukten der Telekom. Diese könnten nur gelöst werden, wenn die Telekom nicht mehr selbst Betreiber des Festnetzes sei. Eine "funktionale Trennung" von Netzbetrieb und Vermarktung sei nötig, wie sie in Großbritannien mit BT als Open Reach im Jahre 2006 umgesetzt wurde. Dies sei nach Paragraf 40 Telekommunikationsgesetz möglich.

Kampf um den Hauptverteiler

Ewe Tel ist eine Tochter des Versorgungsunternehmens Ewe mit Sitz in Oldenburg. Der Festnetzbetreiber ist in Niedersachsen, Bremen, Bremerhaven, Brandenburg, Osnabrück sowie Ostwestfalen-Lippe tätig.

Die Telekom will im Nahbereich um 8.000 Hauptverteiler die Vectoring-Technik einsetzen und beantragte dazu bei der Bundesnetzagentur, von der Verpflichtung befreit zu werden, Wettbewerbern VDSL-Anschlüsse in den Hauptverteilern zu ermöglichen. Insgesamt könnten so knapp 80 Prozent der Haushalte bis zu 100 MBit/s bekommen. Die Hauptverteiler sind die über 8.000 zentralen Vermittlungsstellen der Telekom. Bisher war der Vectoring-Ausbau im sogenannten Nahbereich um die Hauptverteiler nicht möglich, weil es zu Störungen im Netzbetrieb kommen könnte. Hauptverteiler sind Knotenpunkte, über die die Kabelverzweiger - die grauen Kästen am Straßenrand - angeschlossen sind.



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Aralender 24. Mai 2017

Ich würde den Anbieter wechseln: http://www.bester-internetanbieter.net/dsl...

Reddead 30. Apr 2015

Als Alternative können sie doch dann Kabel legen lassen bei einem Neubau. Seit dem...

ATmega8 30. Apr 2015

@ hungkubwa Nein , ich bringe da nichts durcheinander. Nein, ich habe mir das auch ganz...

rosapantherschreck 30. Apr 2015

Der Telekom das Festnetz wegzunehmen und es "so zu machen wie bei der Bahn" wäre...

RenoYa 30. Apr 2015

Das ist übrigens bei der DB auch so geregelt. DB Netze ist auch eigenständig und hat...


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