Vectoring: Bundesregierung will weniger Regulierung von EU-Kommission

So schnell wie möglich soll es in der EU weniger Regulierung geben, fordert die Bundesregierung von der EU-Kommission. Dabei dürfte es um das exklusive Vectoring der Telekom und den künftigen Glasfaserausbau gehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Ausbaupläne der Telekom
Die Ausbaupläne der Telekom (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Die Bundesregierung fordert von der EU-Kommission weniger Regulierung im Bereich Telekommunikation und vertritt damit die Position der Deutschen Telekom. Das berichtet das Onlinemagazin Euractiv unter Berufung auf eine interne Stellungnahme der Bundesregierung zur EU-Reform des Telekommunikationsrechts.

So schnell wie möglich, heißt es in dem 18-seitigen Dokument, müsse es in der EU weniger Regulierung und mehr Investitionen in Telekommunikationsnetze geben. Nationale Regulierungsbehörden sollten mehr Autonomie erhalten. Laut derzeitiger Gesetzeslage müssen die Regulierer die EU-Kommission über geplante nationale Gesetze in Kenntnis setzen, wenn sie Einfluss auf den Telekommarkt haben könnten. "Insgesamt scheint es nicht beziehungsweise nicht mehr notwendig zu sein, dass die Kommission jede einzelne Maßnahme von jeder der 28 nationalen Regulierungsbehörden für alle Märkte überprüft", hieß es in der Stellungnahme der Bundesregierung.

Keine offiziellen Aussagen des Bundeswirtschaftsministeriums

Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums wollte laut Euractiv das Positionspapier nicht kommentieren. Es sei noch nicht in der gesamten Regierung bestätigt worden, was noch mehrere Wochen dauern könne.

Die Telekom will im Nahbereich um 8.000 Hauptverteiler die Vectoring-Technik einsetzen und dazu von der Verpflichtung befreit werden, Wettbewerbern VDSL-Anschlüsse in den Hauptverteilern zu ermöglichen. Insgesamt könnten so nach einer umstrittenen Rechnung der Telekom knapp 80 Prozent der Haushalte bis zu 100 MBit/s bekommen. Im Nahbereich könnten nun maximal 1,42 Millionen Haushalte erstmalig einen Breitbandanschluss mit 50 MBit/s erhalten. Die Bundesnetzagentur will die Pläne der Telekom weitgehend genehmigen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Whistleblower
Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
Artikel
  1. Schadstoffnorm 7: Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos
    Schadstoffnorm 7
    Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos

    Die neue Euronorm 7 legt nicht nur Grenzwerte für Bremsen- und Reifenabrieb fest, sondern auch Mindestanforderungen für Akkus.

  2. Ramjet: General Electric testet Hyperschalltriebwerk
    Ramjet
    General Electric testet Hyperschalltriebwerk

    Das Triebwerk soll Flüge mit Mach 5 ermöglichen.

  3. Elektroautos: Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie
    Elektroautos
    Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie

    Nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung springen erste Hersteller von Elektroautos ein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /