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Vectoring: Betreiber sieht sich durch Bundesnetzagentur behindert

Der Netzbetreiber Ewe will sein Netz für Vectoring ausbauen, um den Kunden bis zu 100 MBit/s zu bieten. Doch die Bundesnetzagentur bevorzuge die Telekom als größten Netzbetreiber.

Artikel veröffentlicht am ,
Leerrohre bei Ewe Tel
Leerrohre bei Ewe Tel (Bild: Ewe Tel)

Der Netzbetreiber Ewe hat die Bundesnetzagentur für ihren neuen Entscheidungsentwurf zum exklusiven Vectoring der Deutschen Telekom kritisiert. "Unser Angebot - und damit auch das aus Sicht der Beschlusskammer qualitativ und quantitativ beste - wurde wiederholt nicht berücksichtigt", sagte Ewe-Chef Matthias Brückmann. Der neue Entwurf bringe kaum Verbesserungen für die Konkurrenten der Telekom.

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So müssten kleinere Festnetzbetreiber für einen eigenen Nahbereichsausbau statt der bisher vorgesehenen absoluten Mehrheit nun 40 Prozent der Kabelverzweiger in den jeweiligen Anschlussbereichen erschlossen haben. Doch die Unternehmen müssten mit ihrem eigenen Ausbau zusätzlich noch 33 Prozentpunkte über dem bisherigen Ausbau der Telekom liegen. Damit würden nur die Regionen abgegeben, in denen die Telekom bisher sehr wenig oder gar nicht am Breitbandausbau beteiligt war, betont Ewe. Das Versorgungsunternehmen Ewe mit Sitz in Oldenburg hat seine Telekom-Aktivitäten in der Netzbetreibertochter Ewe Tel zusammengefasst. Ewe Tel ist in Niedersachsen, Bremen, Bremerhaven, Brandenburg, Osnabrück sowie Ostwestfalen-Lippe tätig.

Zweitgrößter FTTC-Ausbauer

"Sowohl die bisher getätigten als auch verbindlich zugesagte zukünftige Investitionen von Ewe und anderen Wettbewerbern bleiben weiterhin unberücksichtigt. Als zweitgrößter FTTC-Ausbauer in Deutschland haben wir mehr Wettbewerb und mehr Bürgerorientierung von der Bundesnetzagentur erwartet und wurden enttäuscht", meinte Brückmann.

Ewe hatte zuvor angeboten, mehr als 90 Prozent aller Haushalte in den Nahbereichen seines Vertriebsgebietes mit mindestens 50 MBit/s zu erschließen, was um 15 Prozent über dem Angebot der Telekom liege. Dies betreffe 150.000 Bürger. Insgesamt habe Ewe bis heute nach eigenen Angaben über 6.000 Kabelverzweiger "an das Breitbandnetz angeschlossen".

Ewe schließt nach einer intensiven Prüfung des 330-Seiten-Entwurfs juristische Schritte gegen die Entscheidung der Bundesnetzagentur nicht aus. Die Behörde hat auf Anfrage zugesagt, Golem.de auf die Kritiken von Ewe noch heute zu antworten.

Nachtrag vom 22. Juni 2016, 17:07 Uhr

Behördensprecher Fiete Wulff sagte Golem.de: "Die Bundesnetzagentur wird sich in ihrer finalen Entscheidung mit allen dann vorliegenden verbindlichen Ausbauversprechen auseinandersetzen." Die hierfür relevanten Maßstäbe - insbesondere der Aspekt der Flächendeckung - seien bereits im Notifizierungsentwurf transparent gemacht worden.



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sneaker 23. Jun 2016

Ein Dritter Anbieter spielt keine Rolle. Bei 24 KVz Anbieter A und 18 KVz Telekom wird...

chefin 23. Jun 2016

Fazit: wenn jemand ausbaut gibts schnellere Leitungen Warum hat EWE nicht Glasfaser...


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