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Vectoring: 30 Verbände nennen Vectoring den falschen Zwischenschritt

Der neue Entwurf der Bundesnetzagentur zum Vectoring im Nahbereich am Hauptverteiler sei schlimmer als der Vorgänger, meinen IT-Verbände. Laut einem Gutachten will die Telekom-Konkurrenz jedoch nur von den rentablen 15 Prozent der Ausbauhaushalte profitieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Leerrohre bei Ewe Tel
Leerrohre bei Ewe Tel (Bild: Ewe Tel)

Um exklusives Vectoring für die Telekom zu verhindern, wenden sich rund 30 deutsche und europäische Organisationen sowie Verbände in einem gemeinsamen Appell an EU-Digitalkommissar Günther Oettinger. Das Schreiben von Breko, Buglas, Vatm, Deutschem Landkreistag und Deutschem Städtetag an Oettinger liegt Golem.de vor. Die Verbände Breko, Buglas und Vatm erneuerten ihre Kritik am modifizierten Beschlussentwurf der Bundesnetzagentur zu Vectoring II und fordern ein erneutes, eingehendes Prüfungsverfahren durch die EU-Kommission, was den Netzausbau der Telekom weiter verzögern würde.

Inhalt:
  1. Vectoring: 30 Verbände nennen Vectoring den falschen Zwischenschritt
  2. Die Pläne der Telekom

Die 30 Verbände schreiben an Oettinger, Fördermittelvergabe müsse "nachhaltige Glasfaser-Ziele unterstützen oder zumindest hierauf ausgerichtete sinnvolle Zwischenschritte fördern. Nationale Ausbaustrategien, Förderung und Regulierung müssen auch gerade hinsichtlich der gegebenenfalls erforderlichen Zwischenschritte so konzipiert werden, dass hierdurch der zügig erforderliche Ausbau von Gigabit-Netzen nicht Gefahr läuft, ausgebremst oder verzögert zu werden."

Eine Fixierung auf einen Planungszeitraum nur bis zum Jahr 2018 und eine Versorgung mit 50 MBit/s könne für den weiteren Ausbau gigabitfähiger Netze zu erheblichen Mehrkosten und noch viel nachteiliger wirkenden Verzögerungen beim Ausbau führen.

Zweiter Entwurf bringt "erhebliche Verschlechterung"

Der neue Entwurf der Bundesnetzagentur bedeute keine Verbesserung, sondern "dürfte in vielen Fällen sogar zu einer weiteren erheblichen Verschlechterung der Situation führen", meinen Breko, Buglas und Vatm. Das betreffe die Vorleistungsprodukte und Planungssicherheit für Investoren. Kritikpunkte von Bundeskartellamt und Monopolkommission blieben "nahezu unberücksichtigt". Es könne sogar zu einer weiteren Reduzierung der Ausbaumöglichkeiten für die Telekom-Konkurrenten kommen.

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Unterzeichner sind der BDL (Bund der Deutschen Landjugend), Bevh (Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland), Bga (Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen), Biek (Bundesverband Paket & Expresslogistik), Bitmi (Bundesverband IT-Mittelstand), Breko (Bundesverband Breitbandkommunikation), Buglas (Bundesverband Glasfaseranschluss), Bundesverband Briefdienste, Call Center Verband Deutschland, Dai (Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine), DDV (Deutscher Dialogmarketing Verband), ZGV (Der Mittelstandverbund), Deutscher Landkreistag, Deutscher Städtetag, DGRV (Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband), Digitale Gesellschaft, DVPT (Deutscher Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation), DVTM (Deutscher Verband für Telekommunikation und Medien), ECTA (European Competitive Telecommunications Association), FRK (Fachverband für Rundfunk- und Breitbandkommunikation), FTTH Council Europe, GdW (Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen), HDE (Handelsverband Deutschland), INTUG (International Telecommunications Users Group), Telecom, Teletrust (Bundesverband IT-Sicherheit), VAF (Bundesverband Telekommunikation), VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten), VKU (Verband kommunaler Unternehmen) und Voice (Bundesverband der IT-Anwender).

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Die Pläne der Telekom 
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Natalee 14. Jul 2016

Ich will Vectoring!!!! Die anderen 30 bauen ja überhaupt nichts aus. Seit Jahren nur...

Doedelf 13. Jul 2016

Nein, hast du falsch verstanden. Ftth ist explizit für alle vorgesehen (lt...

RipClaw 13. Jul 2016

Mit eigener Technik haben sie eine Glasfaserleitung zum Hauptverteiler bzw. zum...

RipClaw 13. Jul 2016

Oder man macht es wie die Schweden und baut eine OpenNet Struktur auf. Soweit ich das...

SvenMeyer 13. Jul 2016

Meines Wissens nach funktioniert das in der Schweiz gut. Egal wo man wohnt, man bekommt...


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