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Vector Space Systems: Ex-SpaceX-Mitarbeiter testet eigene Rakete

SpaceX bekommt weitere Konkurrenz. Ein ehemaliger Mitarbeiter hat ein eigenes Raumfahrtunternehmen gegründet und will künftig Satelliten günstiger ins All transportieren. Ein Test der Trägerrakete verlief erfolgreich.
/ Werner Pluta
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Test der Vector-R am 3. August 2017: Mehr als 100 Starts pro Jahr geplant (Bild: Vector/Screenshot: Golem.de)
Test der Vector-R am 3. August 2017: Mehr als 100 Starts pro Jahr geplant Bild: Vector/Screenshot: Golem.de

Start frei in Georgia: Das US-Raumfahrtunternehmen Vector Space Systems hat am 3. August einen Prototypen seiner Trägerrakete Vector-R erfolgreich getestet. Das Unternehmen will ab kommendem Jahr günstige Transporte ins All anbieten.

Vector-R(öffnet im neuen Fenster) ist eine 12 Meter große, zweistufige Rakete. Sie soll bis zu 66 Kilogramm Nutzlast in eine niedrige Erdumlaufbahn transportieren. Der Prototyp stieg jedoch nur etwa drei Kilometer hoch auf. An Bord hatte die Rakete transportierte Nutzlast, unter anderem für die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa). Ein Ziel sei gewesen, eine per 3D-Druck hergestellte Einspritzdüse des Raketenmotors zu testen, teilte Vector mit(öffnet im neuen Fenster) .

Georgia eröffnet Spaceport

Die Rakete startete vom Spaceport Camden(öffnet im neuen Fenster) im US-Bundesstaat Georgia. Es war zugleich der erste Start von diesem Gelände überhaupt. Die Nasa führte auf dem Gelände in den 1960er-Jahren Bodentests von Raketentriebwerken durch. Die Regierung des Bundesstaates hat das Gelände kürzlich reaktiviert.

Vector Space Systems(öffnet im neuen Fenster) wurde von Jim Cantrell gegründet. Er war schon beim Gründungsteam von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX dabei, entzweite sich jedoch 2002 mit Musk und verließ SpaceX. Bei dem Unternehmen arbeiten zudem ehemalige Mitarbeiter von Virgin Galactic, McDonnell Douglas, Boeing, Sea Launch und VMware.

Vector ist günstiger als SpaceX

Vector zielt auf den Markt der Mikrosatelliten. Betreiber, die sich die Transporte von SpaceX oder der United Launch Alliance nicht leisten können, sollen ihre Satelliten von der Vector-R- oder der etwas größeren Vector-H(öffnet im neuen Fenster) ins All bringen lassen. Ein Start der Vector-R soll weniger als drei Millionen US-Dollar kosten – das sei ein Zwanzigstel einer Falcon-9-Rakete von SpaceX.

Vector will künftig mehr als 100 Raketen im Jahr starten. Die ersten kommerziellen Flüge sind für das kommende Jahr geplant.


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