Vector: Anki stellt neuen persönlichen Roboter vor

Schwarz statt weiß: Anki hat einen neuen sozialen Roboter entwickelt. Vector gleicht seinem Vorgänger Cozmo stark. Er fährt auf Ketten und hat ein Display als Gesicht. Er ist aber schwarz und technisch besser ausgestattet.
Vector ist sozusagen ein aufgebohrter Cozmo. Er hat einen leistungsfähigeren Prozessor, einen Snapdragon mit vier Kernen und einer Taktfrequenz von 1,2 Gigahertz - Cozmo hat einen Arm Cortex M4. Der Roboter ist mit einer HD-Kamera mit 120 Grad Bildwinkel, einem Laserscanner, Berührungssensoren sowie mit vier Mikrofonen ausgestattet. Das Display, das das Gesicht bildet, hat eine höhere Auflösung. Vector braucht keine Verbindung zu einem Smartphone wie Cozmo, sondern nutzt WLAN und Bluetooth.
Anders als Cozmo sei Vector kein Spielzeug, betont Anki. Er ist ein persönlicher Roboter, der die Menschen in seiner Umgebung erkennt und mit ihnen kommuniziert. Er reagiert auf "Hey, Vector!" . Dann kann der Nutzer ihm unterschiedliche Fragen stellen, nach der Uhrzeit etwa, dem Wetter - das zeigt er dann auf dem Display an. Vector kann beispielsweise Rechenaufgaben lösen, er hat eine Weckfunktion und kann mit seiner Kamera auf Anweisung Fotos aufnehmen.

Weitere Funktionen will Anki mit der Zeit nachrüsten: So soll der Roboter etwa als fahrende Sicherheitskamera die Wohnung in Abwesenheit der Bewohner überwachen. Er soll den Kalender verwalten und auf Termine aufmerksam machen, und er soll aktuelle Nachrichten vorlesen. Wann diese Funktionen kommen, ist noch unklar.
Anki hat Vector auf der Plattform Kickstarter eingestellt(öffnet im neuen Fenster) . Dort bietet das Unternehmen den Roboter für 200 US-Dollar an. Im Handel soll er 250 US-Dollar kosten.

Wie Cozmo scheint auch Vector ein Verkaufsschlager zu werden: Ziel der Kampagne waren 500.000 US-Dollar. Zusammengekommen sind bisher knapp 764.000 US-Dollar. Die ersten Roboter will Anki im Oktober ausliefern.



