Vebeg: Bundeswehr versteigert Laptops mit Geheimmaterial

Über ein Portal des Bundes verkauft die Bundeswehr ausrangierte Geräte. Dabei nimmt sie es mit der IT-Sicherheit offenbar nicht immer so genau.

Artikel veröffentlicht am ,
Anleitung auf Laptop vergessen: Mittleres Artillerie-Raketen-System der Bundeswehr (Mars)
Anleitung auf Laptop vergessen: Mittleres Artillerie-Raketen-System der Bundeswehr (Mars) (Bild: Sonaz/CC-BY-SA 3.0)

Die Bundeswehr hat einem Medienbericht zufolge gebrauchte Laptops mit ungelöschten Festplatten verkauft. Auf einem solchen Gerät habe sich unter anderem die vollständige Betriebsanleitung für den Raketenwerfer Mars befunden, berichtete die Süddeutsche Zeitung. Solche Dokumente seien jedoch mit der Geheimhaltungsstufe "Verschlusssache - Nur für den Dienstgebrauch" eingestuft. Vor dem Verkauf des Gerätes sei die Festplatte wegen einer Panne nicht vernichtet worden.

Stellenmarkt
  1. Client-Hardware - Konzeption, IT-Asset-Lifecycle-Management und Support
    Universität Hamburg, Hamburg
  2. Systemadministrator (m/w/d) für vertriebliche IT-Systeme
    Stuttgarter Straßenbahnen AG, Stuttgart
Detailsuche

Dem Bericht zufolge ersteigerte ein oberbayerischer Förster im Jahr 2018 vier Laptops der Bundeswehr. Diese verkauft ausrangierte Geräte über die Vebeg, das Verwertungsunternehmen des Bundes. Auf deren Website werden Fahrzeuge, Schiffe oder Flugzeuge sowie sonstige Technik entweder zum Verkauf ausgeschrieben oder wie bei Ebay versteigert.

Geräte falsch kodiert

Auf Nachfrage habe das Verteidigungsministerium dem Förster mitgeteilt, dass beim Verkauf von IT-Hardware eine Kodierung festlege, wie die Geräte zu veräußern seien. Wenn Verschlusssachen gespeichert worden seien, würden die Festplatten stets ausgebaut und vernichtet. Die Laptops des Försters seien falsch kodiert gewesen.

Auf Nachfrage der Süddeutschen Zeitung räumte das Ministerium allerdings ein, dass man die Verwertung von IT-Geräten nach der Beschwerde des Försters einer "genauen Prüfung unterzogen" und dabei festgestellt habe, dass ein weiterer Rechner mit ungelöschter Festplatte 2016 über die Vebeg verkauft worden sei. Dem Bericht zufolge ließen sich auf dem Laptop des Försters zudem gelöschte Dateien wiederherstellen. Darunter hätten sich auch personenbezogene Daten befunden.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Nach der Meldung des Försters habe das Ministerium einen Rückkauf der Geräte über die Vebeg eingeleitet. Der Förster habe auf diesem Weg inzwischen einen Laptop zurückgegeben, drei seien noch in seinem Besitz.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


quineloe 09. Jul 2019

Beispiel aus dem Alltag: Eine mit SecureDoc gesicherte Festplatte wurde formatiert und...

JackIsBack 09. Jul 2019

Schon mal einen Auslandseinsatz mitgemacht ?

Michael H. 09. Jul 2019

Ansichtssache. Zu meiner Zeit als Soldat war es so, dass ich nach ner 2 Wochen...

Mavventi 08. Jul 2019

... die anderen drei sind noch nicht fertig ausgelesen.

Frostwind 08. Jul 2019

Ich hab doch nur über die Anzahl geschrieben, nicht, ob es offiziell so ist.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Waffensystem Spur
Menschen töten, so einfach wie Atmen

Soldaten müssen bald nicht mehr um ihr Leben fürchten. Wozu auch, wenn sie aus sicherer Entfernung Roboter in den Krieg schicken können.
Ein IMHO von Oliver Nickel

Waffensystem Spur: Menschen töten, so einfach wie Atmen
Artikel
  1. OpenBSD, TSMC, Deathloop: Halbleiterwerk für Automotive-Chips in Japan bestätigt
    OpenBSD, TSMC, Deathloop
    Halbleiterwerk für Automotive-Chips in Japan bestätigt

    Sonst noch was? Was am 15. Oktober 2021 neben den großen Meldungen sonst noch passiert ist, in aller Kürze.

  2. Whatsapp: Vater bekommt wegen eines Nacktfotos Ärger mit Polizei
    Whatsapp
    Vater bekommt wegen eines Nacktfotos Ärger mit Polizei

    Ein Vater nutzte ein 15 Jahre altes Nacktfoto seines Sohnes als Statusfoto bei Whatsapp. Nun läuft ein Kinderpornografie-Verfahren.

  3. Pornoplattform: Journalisten wollen Xhamster-Eigentümer gefunden haben
    Pornoplattform
    Journalisten wollen Xhamster-Eigentümer gefunden haben

    Xhamster ist und bleibt Heimat für zahlreiche rechtswidrige Inhalte. Doch ohne zu wissen, wer profitiert, wusste man bisher auch nicht, wer verantwortlich ist.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Bis 21% auf Logitech, bis 33% auf Digitus - Cyber Week • Crucial 16GB Kit 3600 69,99€ • Razer Huntsman Mini 79,99€ • Gaming-Möbel günstiger (u. a. DX Racer 1 Chair 201,20€) • Alternate-Deals (u. a. Razer Gaming-Maus 19,99€) • Gamesplanet Anniversary Sale Classic & Retro [Werbung]
    •  /