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VDSL2-Nachfolgestandard: Deutsche Telekom testet G.fast weiter

Die Tests des möglichen VDSL 2-Nachfolgestandards G.fast bei der Deutschen Telekom gehen weiter. Anders als die Telekom Austria will der deutsche Konzern aber noch wenig dazu sagen.
/ Achim Sawall
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G.fast-Forschung in den Bell Labs (Bild: Bell Labs: Screenshot: Golem.de)
G.fast-Forschung in den Bell Labs Bild: Bell Labs: Screenshot: Golem.de

Die Deutsche Telekom ist weiter mit Feldtests des neuen Übertragungsverfahrens G.fast aktiv, will aber noch keine Aussagen zum Verlauf machen. Das erklärte Telekom-Sprecher Niels Hafenrichter Golem.de auf Anfrage. G.fast gilt als VDSL2-Nachfolgestandard und verspricht Datenübertragungsraten von bis zu 1 GBit/s über herkömmliche Kupferleitungen.

Hafenrichter sagte: "Wir schauen uns die Möglichkeiten wie immer genau an. Untersuchen Prototypen der Hersteller, um das Potential zu bewerten, führen Tests durch und prüfen sehr genau die Optionen. Auch unterstützen wir bei der Entwicklung eines Standards." Allerdings sei es für die Telekom noch zu früh, um über konkrete Pläne hinsichtlich der G.fast-Technologie oder Testergebnisse zu sprechen. Im Moment sei noch viel Ingenieursarbeit zu leisten.

G.fast funktioniert im Kupfernetz und bringt 520 MBit/s im Download und rund 110 MBit/s im Upload,wie die Telekom Austria in diesem Monat berichtet hatte. Mit einer kommerziellen Verfügbarkeit sei ab 2016 zu rechnen.

Die zur UNO gehörende International Telecommunication Union (ITU) hatte im Dezember 2013 angekündigt, G.fast zu standardisieren . Les Brown von der ITU-Abteilung für G.fast erklärte: "G.fast bietet die Geschwindigkeit von Glasfasern und ist so leicht zu installieren wie ADSL2. Diese Lösung ist für die Konsumenten wie für die Service-Provider gleichermaßen attraktiv, kann mit VDSL2 koexistieren und FTTH ergänzen."

"G.fast wird für die Telekom eine wichtige Technologie zum Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit" , sagte Bruno Jacobfeuerborn, Chief Technology Officer der Telekom, im Februar 2014 . "Die Telekom beteiligt sich aktiv an der Standardisierung der G.fast-Technik" , so Jacobfeuerborn.


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