VDSL - Kabel - Fixed Wireless: Telefónica Deutschland will das Festnetz erobern

Der Mobilfunkbetreiber setzt sich hohe Ziele im Festnetz, doch da hat die Telefónica keine eigene Infrastruktur - bis auf Fixed Wireless.

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Die Hauptversammlung der Telefónica diesmal virtuell
Die Hauptversammlung der Telefónica diesmal virtuell (Bild: Telefónica Deutschland)

Die Telefónica will einen Schwerpunkt auf die Kombination von Mobilfunk- und Festnetzprodukten legen. Das sagte Chief Executive Officer Markus Haas am 20. Mai in München laut Redetext auf der virtuellen Hauptversammlung. "Unser DSL-Angebot werden wir weiter ausbauen und auch unser Zugang zum Kabelnetz wird an dieser Stelle zum künftigen Treiber der Geschäftsentwicklung."

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Nennenswert sei der exklusive Kabelzugang zu den Netzen von Vodafone und Tele Columbus in Verbindung mit den seit längerem bestehenden Zugängen zum Breitbandnetz der Deutschen Telekom. "Wir können bald mehr als 90 Prozent der Haushalte mit Übertragungsgeschwindigkeiten von mehr als 30 MBit/s versorgen. All das, ohne die Infrastruktur selbst zu besitzen", betonte Haas.

Telefónica biete auch "leistungsstarken Mobilfunk anstelle von Festnetzanschlüssen - Stichwort Fixed-Mobile-Substitution - an", sagte Haas. In Hamburg hatte der Betreiber Fixed Wireless Access mit 5G getestet, wobei Samsung-Technik aus dem Bereich der Millimeterwellen (26 GHz) über die letzte Meile zum Einsatz kam. Auf der Nutzerseite besteht die Technologie aus einem Empfangsgerät, einem handelsüblichen DSL-Router und einem WLAN-Zugangspunkt.

Zum Gesamtpaket zählen den Angaben nach künftig auch verstärkt konvergente Angebote. Der Schwerpunkt wird dabei auf Mobilfunk- und Festnetzprodukten liegen. "Ziel ist es, die Anzahl der Mobilfunkkunden mit mehr als einem O2 Produkt von zuletzt 60 Prozent bis 2022 auf 70 Prozent zu erhöhen", erklärte Haas.

Telefónica-Hauptversammlung: Bei 5G realistisch bleiben

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Der Betreiber habe bei 5G ambitionierte Ziele. "Wir werden aber auch keine unrealistischen 5G-Versprechungen machen, nur um dafür die Werbetrommel rühren zu können. Es geht uns vielmehr um den Aufbau einer nachhaltigen Infrastruktur", sagte Haas. Der schnelle Aufbau eines 5G-Netzes in den großen Städten solle zudem Kapazitäten für den exponentiell wachsenden Datenverkehr schaffen. Gleiches gelte für die steigende Nachfrage nach schnellen Datentransfers. "Der 5G-Ausbau steht vornehmlich der Marke O2 als Angebot für den Massenmarkt zur Verfügung. Ziel ist es, unseren Marktanteil zu verteidigen."

Bei LTE wolle Telefonica die Marktanteile in den ländlichen Gebieten ausbauen und die Position in den Städten weiter stärken. "Insbesondere auf dem Land gibt es immer noch viele Menschen, für die wir als Anbieter bisher nicht infrage kamen. Das werden wir ändern", sagte Haas. Man sei fest entschlossen, die 4G-Ausbauziele bis Jahresende zu erreichen und zu einer annähernd flächendeckenden Versorgung auch in den ländlichen Gebieten zu kommen.

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