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ICE-Portal und die Railjet-Konkurrenz

Abseits dieses Verbindungsangebots bieten die ICEs noch ein Informationsportal und Displays für den Status des Zuges. Ersteres ist über das WLAN verfügbar und ziemlich spärlich. Bei uns ist das System aus technischen Gründen ausgefallen. Wir sehen nur die Geschwindigkeit, allerdings nicht immer, und die Position auf der Karte. Letztere hat leider die NBS vom VDE 8.1 nicht eingezeichnet. Wir fahren bis Erfurt also mit 250 km/h durchs Nichts.

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Die Deutsche Bahn verwendet für das WLAN-Portal Material von Openstreetmap. Wenn sie sich aber schon an diesem legitim kostenlos nutzbaren Angebot bedient, dann hätte die Deutsche Bahn auch ruhig die Strecke selbst einbinden oder zumindest das Kartenmaterial neu synchronisieren können. Denn das Openstreetmap-Projekt hat die Strecke natürlich erfasst.

Das Display im Wagen hat die Probleme nicht. Es zeigt zuverlässig die Geschwindigkeit, Verbindungen und die Position auf einer Karte an. Die Daten sind im Zug also offenbar bekannt, schaffen es aber nicht bis ins WLAN-Portal. Etwas nervig ist allerdings die Werbung für das WLAN auf dem Display, das die Strecke anzeigt. Wir würden uns wünschen, dass die Bahn das dynamischer einblendet. Nach drei Stunden Fahrt hat auch der Letzte verstanden, dass der Zug WLAN hat. Wie das besser geht, zeigen die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB).

Die Situation in der Nachbarschaft

Das WLAN-Portal des Railjets, Österreichs schnellster Zuggattung, ist hervorragend. Es gibt nicht nur eine schöne bewegbare Live-Karte, die viele Details und die aktuelle Geschwindigkeit zeigt, sondern auch Informationen dazu, welcher Waggon was bietet, und natürlich aktuelle Fahrzeiten. Nur Informationen zu den Anschlüssen vermissen wir ebenso wie die Anzeige relevanter Umsteigezüge in der Live-Karte. Die Live-Karte zeigt den Streckenverlauf zudem immer an und blendet ihn nicht aus, wie das die Deutsche Bahn in weiteren Zoomstufen sinnnloserweise macht. Wir würden uns wünschen, dass die DB diesbezüglich beim Nachbarn abguckt.

  • Vorbildlich und schönes Design im WLAN-Portal der ÖBB. (Screenshot: Golem.de)
  • Unser Railjet mit den nötigsten Informationen. (Screenshot: Golem.de)
  • Schöne Streckendarstellungen. Wer reinzoomt, bekommt sogar Nebenbahnen angezeigt. (Screenshot: Golem.de)
  • Was bietet der Railjet? Die Übersicht ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... ist für jeden Waggon verfügbar. (Screenshot: Golem.de)
  • Für den Speisewagen ist sogar das Menü verlinkt. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Business-Klasse des Raijets wird auch beworben. (Screenshot: Golem.de)
  • Vorbereitend für unsere Test-Fahrt mit dem ICE ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... fahren wir mit einer Doppeltraktion des Railjets nach Salzburg. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Moderne Kabine ...  (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... und übersichtliche Anzeigen bestimmen das Bild.  (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Unser ICE 3 nach Berlin  (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Karte ...  (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... wird ständig durch lange WLAN-Werbung unterbrochen.  (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Wir haben Verspätung.  (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Anzeige der Anschlusszüge (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Kurz vor Erfurt ...  (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... haben wir fast 20 Minuten Verspätung. Die Live-Karte ...  (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... wie auch das DB Zugradar haben die Strecke eingezeichnet.  (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Ankunft in Berlin Südkreuz (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Verspätung stört uns nicht. Vier unserer Anschlusszüge fallen ohnehin aus.  (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Das Captive Portal ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... der Deutschen Bahn braucht eine Bestätigung.(Screenshot: Golem.de)
  • Hübsch: Dank Openstreetmap sind sogar die Gleisanlagen des Münchner Kopfbahnhofs zu sehen. (Screenshot: Golem.de)
  • Technische Schwierigkeiten ...(Screenshot: Golem.de)
  • ... sorgen für leere Flächen. (Screenshot: Golem.de)
  • Immerhin, die Geschwindigkeitsanzeige funktioniert. (Screenshot: Golem.de)
  • Wer zu weit rauszoomt, sieht sinnloserweise die Streckenführung nicht mehr. (Screenshot: Golem.de)
  • Nanu? Die Schnellfahrstrecke im Nirgendwo? (Screenshot: Golem.de)
  • Die Deutsche Bahn hat vergessen, die Openstreetmap-Daten neu zu synchronisieren. (Screenshot: Golem.de)
  • Bis kurz vor Erfurt ...(Screenshot: Golem.de)
  • ... fahren wir durchs Nichts. (Screenshot: Golem.de)
  • Wir sind fast in Berlin. Mit 15 Minuten Verspätung. (Screenshot: Golem.de)
  • Überblick über das VDE 8 und dessen Bedeutung in Europa. (DB Netz AG/Screenshot: Golem.de)
Vorbildlich und schönes Design im WLAN-Portal der ÖBB. (Screenshot: Golem.de)

Schön ist auch das durch und durch moderne Design der Railjets der ÖBB. Die Zuggarnituren von Siemens sind sauber und modern eingerichtet, während die ICEs eher den Holzcharme der 1980er Jahre bieten. Das gilt auch für die Anzeigesysteme. Den nächsten Bahnhof, die aktuelle Geschwindigkeit sowie Uhrzeit und Verspätungen sieht der Fahrgast fast immer. Auch die Anzeige der Anschlüsse vor Ankunft ist vorbildlich. Der ICE wirkt diesbezüglich etwas unaufgeräumt.

Dazu kommt, dass wir auf österreichischem Boden immer Empfang hatten. Von der ebenfalls recht neuen Schnellfahrstrecke, etwa von Wien nach Salzburg mit der Neuen Westbahn, waren wir begeistert. Mobilfunk (hier konnten wir nur Vodafone-Roaming im A1-Netz testen) funktionierte mit 3 bis 20 MBit/s teils sehr gut und das WLAN war mit 1 MBit/s auch gut nutzbar - ohne Drosselung. Das gilt natürlich nur für österreichischen Boden. Kurz hinter Salzburg beginnt mobilfunktechnisches Niemandsland. Weder die Telekom noch Vodafone waren in Richtung München brauchbar. Da wir in einen EC umstiegen, war die Nutzung von WLAN gar nicht möglich.

Uns gefällt das etwas ältere ÖBB-Angebot insgesamt besser, auch wenn die Österreicher ein paar Fehler machen. Beim ÖBB sind etwa einzelne Fenster mit semitransparenter Werbung beklebt. Vergleichbar zum ICE sind die Drehgestelle des Railjets. Notebook-Nutzer müssen wie beim ICE auch beim Railjet mit der Rumpelbahn kämpfen. Die Luftdruckänderungen durch die vielen Tunnelfahrten sind ebenfalls unangenehm. Aber die kurze Fahrt zwischen Wien und Salzburg hat uns gezeigt, dass sich einiges deutlich besser machen lässt als bei der Deutschen Bahn. Nach dem Ergebnis sehen wir es auch nicht mehr so tragisch, dass die DB den Nachtverkehr abgegeben hat. Wir freuen uns, dass die Aufgabe in Deutschland den Profis der ÖBB überlassen wird, auch wenn dort erst einmal noch sehr alte Deutsche-Bahn-Wagen zum Einsatz kommen, die jetzt als Nightjets herumfahren.

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 Gute Geschwindigkeiten, aber nicht über das WLANDie Fahrt über VDE 8 lohnt sich 
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EQuatschBob 27. Dez 2017

Abends in Berlin in den Zug, im Schlafwagen übernachten und morgens in München gut...

BillyBob 24. Dez 2017

Ja, hoffen wir einmal auf EasyJet. Ist sowieso die präferierte Fluglinie meines...

Frau_Holle 23. Dez 2017

Wieso ? Weil Politik...ein Vermächtnis des dicken Ehrenwort-Kanzlers https://www.welt.de...

matzems 23. Dez 2017

Auto & Bus sind fast immer billiger. Sind ja auch das schlechtere Verkehrsmittel. Sehr...

Tantalus 22. Dez 2017

Local = alles was innerhalb Deines Grundstücks passiert, oder über dedizierte, eigene...


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