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VDA: Deutschland kommt beim Lkw-Ladenetz kaum voran

Deutschland braucht in Zukunft Ladepunkte für Elektro-Lkw – der Ausbau stockt aber. Die VDA-Präsidentin fordert einen "Ausbauturbo".
/ Tobias Költzsch und dpa
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Langsame Ladestationen wie die im Bild decken den Bedarf in Deutschland nicht. (Bild: Sean Gallup/Getty Images)
Langsame Ladestationen wie die im Bild decken den Bedarf in Deutschland nicht. Bild: Sean Gallup/Getty Images
Inhalt
  1. VDA: Deutschland kommt beim Lkw-Ladenetz kaum voran
  2. Schnellladepunkte: Erwarteter Bedarf bei Weitem nicht gedeckt

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektro-Lkw kommt nach Einschätzung des Verbands der Automobilindustrie (VDA) zu langsam voran. In Deutschland waren im Juli 2026 88 Standorte mit 355 Ladepunkten für schwere Nutzfahrzeuge in Betrieb, wie der Verband mitteilte. Das sei sehr weit von der notwendigen Anzahl entfernt. Nach Plänen der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur, eines Expertengremiums, das den Ausbau im Auftrag des Bundes koordinieren soll, sind bis 2030 hierzulande 4.200 öffentliche Ladepunkte geplant.

Die unzureichende Ladeinfrastruktur ist aus Sicht von VDA-Präsidentin Hildegard Müller der "zentrale Engpass für den Markthochlauf elektrischer Nutzfahrzeuge". Die deutsche Nutzfahrzeugindustrie liefere bereits emissionsfreie Lösungen. Für den flächendeckenden Einsatz batterieelektrischer Lkw im Fernverkehr reichten aber weder die vorhandenen Stationen noch die bestehenden Ausbaupläne auf nationaler und europäischer Ebene aus.

Auch der schleppende Ausbau der Stromnetze stehe einer schnellen Transformation des Straßengüterverkehrs im Weg. "Der Nachholbedarf ist immens", teilte Müller der DPA mit. Bis 2030 sind in Deutschland demnach 350 öffentliche Standorte an wichtigen Verkehrskorridoren geplant, vor allem an Rastanlagen. Entstehen sollen dort 1.800 besonders leistungsstarke Ladepunkte nach dem Megawatt Charging System (MCS) sowie 2.400 Ladepunkte mit weniger Leistung.

Deutschland soll"Ausbauturbo" zünden

"Aktuell ist weniger als ein Zehntel der geplanten Ladepunkte in Betrieb", sagte Müller. Die Bundesregierung hat der Verbandschefin zufolge grundsätzlich die richtigen Hebel in Bewegung gesetzt. "Jetzt aber gilt es, den Ausbauturbo zu zünden." Deutschland dürfe seine selbst gesteckten Ziele nicht verfehlen.

Aus Sicht des VDA reicht aber selbst das mittlerweile nicht mehr aus: Denn E-Lkw-Fahrer seien im Fernverkehr nur mit superschnellen MCS-Ladesäulen in der Lage, die gesetzlich vorgegebenen Lenk- und Pausenzeiten bestmöglich einzuhalten.


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