Schnellladepunkte: Erwarteter Bedarf bei Weitem nicht gedeckt
Daher müsse der Ausbau der Schnellladeinfrastruktur zusammen mit den Stromnetzen ausgeweitet werden. Der VDA geht für 2030 von einem Bedarf von rund 4.000 Megawatt-Ladesäulen in Deutschland aus.
Im Juli 2026 waren in Europa demzufolge 730 Ladepunkte mit einer Leistung von mehr als 350 Kilowatt ausschließlich für schwere Nutzfahrzeuge verfügbar. Bis 2030 werden nach Einschätzung des Branchenverbands Acea aber rund 35.000 öffentliche Schnellladepunkte benötigt. Die bisherigen EU-Regularien reichten nicht aus, um das zu erreichen. Sie müssten stärker an den tatsächlichen Markthochlauf gekoppelt werden, so Müller. Ein Problem sei auch die ungleiche Verteilung in Europa, die die Routenplanung erschwere. Große Lücken gebe es zum Beispiel in Transitländern wie Polen und Tschechien.
Erheblicher Bedarf beim Laden auf Betriebshöfen
Außerdem sieht der Verband erheblichen Bedarf beim Laden auf Betriebshöfen. Von den bis 2030 in Deutschland benötigten knapp 14 Gigawatt Ladeleistung decken die öffentlichen Ausbaupläne laut VDA lediglich 2,6 Gigawatt ab. Mehr als 11 Gigawatt müssten daher privat bereitgestellt werden."Bislang sind die für Unternehmen erforderlichen Netzanschlüsse jedoch mit hohen Kosten, langen Genehmigungsverfahren und erheblichen Unsicherheiten verbunden", teilte Müller mit.
Bei Industriebetrieben und großen Lkw-Ladehubs könne die Erweiterung der Netzanschlüsse teilweise bis zu zehn Jahre dauern. Das sei nicht hinnehmbar und bremse die Transformation erheblich. Das sogenannte Depotladen auf Firmengeländen müsse schnell und unbürokratisch vonstattengehen, hieß es.
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