Eric Anholt: Raspberry-Pi-Grafiktreiber erlaubt fast stabiles X
Für Broadcom erstellt Eric Anholt einen freien Treiber für die Grafikeinheit des Raspberry Pi. Mittlerweile sei der Code so weit fortgeschritten, dass das X-Fenstersystem fast stabil laufe und auch Piglit auf der Hardware ausgeführt werden könne, wie der Entwickler in seinem Blog schreibt(öffnet im neuen Fenster). Mit Piglit(öffnet im neuen Fenster) testen die Hacker die OpenGL-Funktionen in der Grafikbibliothek Mesa. Der Treiber besteht inzwischen rund 86 Prozent der Tests auf der Hardware.
Der X-Modesetting-Treiber ist darüber hinaus nun Bestandteil des X-Server und verwende zur Beschleunigung das Rendering Glamor. Auch das Weiterreichen der Buffer in DRI3 werde unterstützt. Für die Vblank-Synchronisierung(öffnet im neuen Fenster) hat Anholt bereits Patches veröffentlicht, Pageflipping(öffnet im neuen Fenster) funktioniere derzeit aber noch nicht. Dennoch komplettiere dies die Unterstützung für die GLX-Erweiterungen, von denen GLX_INTEL_swap_event für die Verwendung der Gnome-Shell benötigt werde.
Nach Diskussionen mit weiteren an dem Projekt beteiligten Entwicklern gebe es nun außerdem einen ziemlich konkreketen Plan davon, wie der Grafikstack aussehen soll, so dass Kopien auf der Hardware vermieden werden, da diese nur über eine sehr eingeschränkte Bandbreite verfüge. Zunächst müsse für den KMS-Teil jedoch "ein riesiger Stapel Code zur Verwaltung der Taktrate in das Kernel-Modul"integriert werden, wodurch sowohl die GPU selbst als auch die angeschlossenen Displays ohne den Firmware-Blob angesprochen werden können.
Unterstützt wird Anholts Arbeit von Broadcom selbst sowie dem Raspberry-Pi-Team, welches ihm immer wieder Aufschluss darüber gibt, wie etwa das Laden und Speichern von Buffern auf dem Gerät funktionieren. Zudem ist ihm laut seines Blogeintrags beim Debuggen der GPU weiter geholfen worden. Mit dem Code zum Zurücksetzen der Hardware dauern Testzyklen beim Aufhängen des Chips nun nur noch wenige Sekunden statt wie bisher teils über fünf Minuten. Als nächstes großes Ziel will Anholt das Userspace-Kernel-ABI aufräumen, um den Code upstream einpflegen zu können.
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