Abo
  • Services:

Eric Anholt: Raspberry-Pi-Grafiktreiber erlaubt fast stabiles X

Der komplett freie Linux-Grafiktreiber für das Raspberry Pi macht weiter Fortschritte. Inzwischen sei der Code sogar so weit, dass das Fenstersystem X fast stabil laufe, schreibt der Entwickler Eric Anholt.

Artikel veröffentlicht am ,
X läuft fast stabil auf dem komplett freien Grafiktreiber für das Raspberry Pi.
X läuft fast stabil auf dem komplett freien Grafiktreiber für das Raspberry Pi. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Für Broadcom erstellt Eric Anholt einen freien Treiber für die Grafikeinheit des Raspberry Pi. Mittlerweile sei der Code so weit fortgeschritten, dass das X-Fenstersystem fast stabil laufe und auch Piglit auf der Hardware ausgeführt werden könne, wie der Entwickler in seinem Blog schreibt. Mit Piglit testen die Hacker die OpenGL-Funktionen in der Grafikbibliothek Mesa. Der Treiber besteht inzwischen rund 86 Prozent der Tests auf der Hardware.

Stellenmarkt
  1. Bundeskriminalamt, Meckenheim
  2. ProLeiT AG, Leverkusen

Der X-Modesetting-Treiber ist darüber hinaus nun Bestandteil des X-Server und verwende zur Beschleunigung das Rendering Glamor. Auch das Weiterreichen der Buffer in DRI3 werde unterstützt. Für die Vblank-Synchronisierung hat Anholt bereits Patches veröffentlicht, Pageflipping funktioniere derzeit aber noch nicht. Dennoch komplettiere dies die Unterstützung für die GLX-Erweiterungen, von denen GLX_INTEL_swap_event für die Verwendung der Gnome-Shell benötigt werde.

Nach Diskussionen mit weiteren an dem Projekt beteiligten Entwicklern gebe es nun außerdem einen ziemlich konkreketen Plan davon, wie der Grafikstack aussehen soll, so dass Kopien auf der Hardware vermieden werden, da diese nur über eine sehr eingeschränkte Bandbreite verfüge. Zunächst müsse für den KMS-Teil jedoch "ein riesiger Stapel Code zur Verwaltung der Taktrate in das Kernel-Modul" integriert werden, wodurch sowohl die GPU selbst als auch die angeschlossenen Displays ohne den Firmware-Blob angesprochen werden können.

Unterstützt wird Anholts Arbeit von Broadcom selbst sowie dem Raspberry-Pi-Team, welches ihm immer wieder Aufschluss darüber gibt, wie etwa das Laden und Speichern von Buffern auf dem Gerät funktionieren. Zudem ist ihm laut seines Blogeintrags beim Debuggen der GPU weiter geholfen worden. Mit dem Code zum Zurücksetzen der Hardware dauern Testzyklen beim Aufhängen des Chips nun nur noch wenige Sekunden statt wie bisher teils über fünf Minuten. Als nächstes großes Ziel will Anholt das Userspace-Kernel-ABI aufräumen, um den Code upstream einpflegen zu können.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Deadpool, Alien Covenant, Assassins Creed)
  2. 4,99€
  3. (u. a. 3 Blu-rays für 20€, Boxsets im Angebot, Serien zum Sonderpreis)

teleborian 23. Okt 2014

Können diese Erkenntnisse auch für andere Grafiktreiber genutzt werden?

YoungManKlaus 21. Okt 2014

Weil wen schert schon X11? :D

elgooG 21. Okt 2014

Dazu würde ich auch raten. Mit Sandisk hatte ich bisher auch Probleme. Nicht nur in...

0xDEADC0DE 21. Okt 2014

Doch, es gab hier ein Buch, sogar ein richtig Dickes. Es hat alle nötigen Informationen...

476f6c656d 20. Okt 2014

Gibt es Informationen dadrüber ob es möglich ist dann nun auch endlich die DSI...


Folgen Sie uns
       


Samsung Galaxy S9 und S9 Plus - Test

Das Galaxy S9 und das Galaxy S9+ sind Samsungs neue Oberklasse-Smartphones. Golem.de hat sich im Test besonders die neuen Kameras angeschaut, die eine variable Blende haben.

Samsung Galaxy S9 und S9 Plus - Test Video aufrufen
Datenschutz: Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach
Datenschutz
Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach

Verbraucher verstehen die Texte oft nicht wirklich, in denen Unternehmen erklären, wie ihre Daten verarbeitet werden. Datenschutzexperten und -forscher suchen daher nach praktikablen Lösungen.
Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Denial of Service Facebook löscht Cybercrime-Gruppen mit 300.000 Mitgliedern
  2. Vor Anhörungen Zuckerberg nimmt alle Schuld auf sich
  3. Facebook Verschärfte Regeln für Politwerbung und beliebte Seiten

Underworld Ascendant angespielt: Unterirdische Freiheit mit kaputter Klinge
Underworld Ascendant angespielt
Unterirdische Freiheit mit kaputter Klinge

Wir sollen unser Können aus dem bahnbrechenden Ultima Underworld verlernen: Beim Anspielen des Nachfolgers Underworld Ascendant hat Golem.de absichtlich ein kaputtes Schwert bekommen - und trotzdem Spaß.
Von Peter Steinlechner

  1. Otherside Entertainment Underworld Ascendant soll mehr Licht ins Dunkle bringen

BeA: Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet
BeA
Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet

Das deutsche Rechtsanwaltsregister hat eine schwere Sicherheitslücke. Schuld daran ist eine veraltete Java-Komponente, die für einen Padding-Oracle-Angriff verwundbar ist. Das Rechtsanwaltsregister ist Teil des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs, war aber anders als dieses weiterhin online.
Eine Exklusivmeldung von Hanno Böck

  1. BeA Secunet findet noch mehr Lücken im Anwaltspostfach
  2. EGVP Empfangsbestätigungen einer Klage sind verwertbar
  3. BeA Anwälte wollen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einklagen

    •  /