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Eine kleine Auswahl unserer internationalen E-Tickets, die wir kennen.
Eine kleine Auswahl unserer internationalen E-Tickets, die wir kennen. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

E-Ticket-Nutzer sind von Öffnungszeiten abhängig

Damit zeigt sich erneut, dass das E-Ticket Deutschland in der Art und Weise, wie es in den meisten Städten eingeführt wurde, erhebliche Nachteile für den Kunden bringen kann. Zum einen mangelt es an Transparenz seitens der Verkehrsbetriebe und zum anderen haben betroffene Nutzer kaum eine Möglichkeit, zu erkennen, dass sie ohne Fahrtberechtigung unterwegs sind. Eine Eingangskontrolle in der U-Bahn oder S-Bahn findet beispielsweise nicht statt.

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Um die Gültigkeit seines E-Tickets zu überprüfen, muss der Nutzer in ein Kundenzentrum gehen. Auch die Lesegeräte in den Bussen arbeiten seit Jahren unzuverlässig. Wir wurden häufig als Schwarzfahrer eingestuft, obwohl wir ein gültiges E-Ticket hatten. Da die Busfahrer das Problem kennen, ignorieren sie solche Schwarzfahrer-Meldungen. Im Berliner Umland sind die Risiken allerdings so hoch, dass die BVG dort keine E-Tickets ausgibt, sondern auf Papier setzt.

Ohne E-Ticket wäre das nicht passiert

Bei den Papiertickets gibt es diese Probleme nämlich nicht. Auch außerhalb der Öffnungszeiten können Mitarbeiter aller Verkehrsbetriebe die Gültigkeit bestätigen. Sonst braucht es spezielle Lesegeräte, die allerdings sehr langsam sind. Bei Kontrollen in der U-Bahn haben sich Mitarbeiter der BVG oder von Auftragsunternehmen deswegen vor Jahren schon das Vortäuschen von Kontrollen angewöhnt. Was wir in der Vergangenheit mehrfach verifizieren konnten, indem wir zwei E-Tickets hintereinander vorzeigten. Das gibt eigentlich eine Fehlermeldung, allerdings nur dann, wenn das Ticket auch kontrolliert wird.

Trotz der Probleme bleiben die Verkehrsunternehmen dabei. Für Abokunden in Berlin ist das E-Ticket alternativlos und das, obwohl die Probleme kaum weniger werden und die Kommunikation noch immer nicht funktioniert.

Dass es einen vorzeitigen Austausch gibt, wurde seitens der BVG beispielsweise nicht über eine Pressemitteilung kommuniziert. Auch auf der Homepage haben wir keine Hinweise auf die Problematik gefunden. Das ist typisch für die Öffentlichkeitsarbeit rund um die Fahrcard. Die Teilnehmer des Verkehrsverbundes Berlin Brandenburg kommunizieren E-Ticket-Probleme nur dann, wenn es absolut notwendig ist, wie wir in unserem ausführlichen Bericht 'VBB Fahrcard: Der Fehler steckt im System' bereits dargelegt haben.

Insgesamt zeigt sich erneut, dass das E-Ticket, wie es in Deutschland meist eingeführt wird, für Kunden keine Vorteile hat. E-Ticket-Besitzer und Interessenten sind von Öffnungszeiten abhängig, was wir auch beim Rhein-Main-Ticket erlebten. Trotz dieser bekannten Probleme soll das System aber mit Druck des Bundesverkehrsministeriums deutschlandweit durchgesetzt werden.

E-Ticket-Systeme selbst funktionieren aber an sich hervorragend. Wir kennen insgesamt 17 E-Ticket-Systeme weltweit aus der Praxis. Sie sind ausnahmslos bedienungsfreundlich, schnell und zuverlässig. Dazu bieten sie meist ein transparentes, faires Preissystem und der Erwerb ist an einem Automaten möglich. Davon ist das vor über zehn Jahren eingeführte E-Ticket Deutschland allerdings weit entfernt.

Die Hintergründe zu diversen Neuerungen und Problemen des E-Tickets haben wir in den folgenden Artikeln aufgeschrieben:

 VBB Fahrcard: Berlin zeigt, welche Nachteile die E-Tickets haben können

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Truster 20. Mär 2017

Da ist es genauso.

Moe479 14. Mär 2017

ist uns passiert, man kann ja das e-ticket auch weitergeben. ... so wird dem nutzer...

Fushimi 13. Mär 2017

Schonmal in Tokyo gewesen? Dachte ich mir. Punkt 1) du kannst jederzeit ein Einzelticket...

quineloe 13. Mär 2017

ich wollt's nicht schreiben, stimme aber zu. Eigentlich würde ich solche Beispiele gerne...

Missingno. 10. Mär 2017

http://maennig.de/touchandtravel



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