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Vay: Carsharing ohne Parkplatzsuche startet in Las Vegas

Fahren, ohne zu parken: Das gemietete Auto kommt telegesteuert zum Ausgangspunkt und wird am Ziel wieder vom Telefahrpersonal übernommen.

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Elektroauto von Vay in Las Vegas: Tests in Berlin und Hamburg (Bild: Vay)

Das Ruf-Carsharing startet in Las Vegas. Das Berliner Unternehmen Vay startet seinen Mietwagen-Service erstmals als kommerziellen Dienst.

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Vay bietet einen Mobilitätsdienst an, der zwischen herkömmlichem Carsharing und autonomen Fahrdiensten angesiedelt ist. Kunden können per App ein Elektroauto vom Typ Kia eNiro bei Vay mieten. Anders als bei einer konventionellen Autovermietung oder einem Carsharing-Dienst muss das Fahrzeug nicht abgeholt oder an der Straße aufgelesen werden. Stattdessen bringt Vay das Auto. Die Person, die es gemietet hat, fährt selbst zu ihrem Ziel.

Das Fahrzeug kommt dabei ohne einen Menschen an Bord – es wird von einer Telefahrzentrale aus ferngesteuert. Nach dem Ende einer Fahrt übernimmt das Personal dort das Auto wieder. Im Idealfall wird es gleich zur nächsten Adresse tele-chauffiert, sonst wird es geparkt.

Vay rechnet nach Minuten ab

Abgerechnet wird die Fahrt im Minutentakt, wobei Vay nach eigenen Angaben nur die Zeit berechnet, in der das Auto genutzt wird. Die Minute Fahrtzeit kostet dabei 30 US-Cent. Wird ein Zwischenstopp eingelegt, berechnet das Unternehmen 3 US-Cent pro Minute. Das ist laut Vay "günstiger als andere Tür-zu-Tür-Mobilitätsangebote".

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Video: Eine Fahrt im ferngesteuerten Kia von Vay [3:23]

Vay fing 2019 an, das sogenannte Telefahren in Berlin und Hamburg zu testen. Bei den Testfahrten war anfangs immer noch eine Person an Bord, die zu jedem Zeitpunkt das Steuer übernehmen kann. Golem.de ließ sich das in Berlin vorführen.

Im Februar vergangenen Jahres fuhr Vay erstmals im Hamburger Bezirk Bergedorf ohne Sicherheitspersonal an Bord, im November dann in Las Vegas, wo jetzt der Dienst erstmals kommerziell angeboten wird. "Es freut uns sehr, dass wir unsere Vision in den USA so schnell zum Leben erwecken können", sagte Thomas von der Ohe, Chef und einer der Gründer des Unternehmens.

Telefahren mit Vay: Sicherheitsfahrer Chris greift nur im Notfall ein. (Bild: Martin Wolf/Golem.de) [1/9]

Vay will einen Carsharing-Dienst anbieten, wobei Vay den Kunden das Auto ferngesteuert anliefern will. (Bild: Werner Pluta/Golem.de) [2/9]

Das ferngesteuerte Auto ist ein Kia eNiro, das leicht modifiziert wurde. (Bild: Nina Völkel/Golem.de) [3/9]

So verfügt das Fahrzeug über vier Kameras, für die nach vorne, ... (Bild: Werner Pluta/Golem.de) [4/9]

...zur Seite ... (Bild: Werner Pluta/Golem.de) [5/9]

... und nach hinten. Links und rechts der Kamera sind die Antennen für die Kommunikation mit dem Telefahrcenter. (Bild: Werner Pluta/Golem.de) [6/9]

Die Systeme für das Telefahren sind aktiv. (Bild: Martin Wolf/Golem.de) [7/9]

Während Chris in Bereitschaft ist, ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de) [8/9]

... wird das Auto aus dem Telefahrcenter gesteuert. (Bild: Vay) [9/9]

Die Fahrzeuge stehen in Las Vegas im Bereich der Universität sowie im Arts District zur Verfügung. Das Unternehmen arbeitet zudem daran, den Dienst auch in Deutschland anzubieten. Der Genehmigungsprozess laufe, teilte Vay mit. Start hier soll in Hamburg-Bergedorf sein.