Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

VATM TK-Marktanalyse 2026: Nur wenig Wholesale auf dem FTTH-Netz der Telekom

Untermieter im FTTH-Netz der Telekom sind bisher wenig erfolgreich. Im hart umkämpften Glasfasermarkt festigt die Telekom ihre Endkunden-Dominanz auf dem eigenen Netz.
/ Achim Sawall
Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Vorstellung der TK-Marktanalyse 2026 am 12. Mai 2026 (Bild: VATM)
Vorstellung der TK-Marktanalyse 2026 am 12. Mai 2026 Bild: VATM

Konkurrenten auf dem FTTH-Netz der Telekom (FTTH Wholesale) können seit Jahren kaum nennenswerte Marktanteile erreichen. Das erklärten(öffnet im neuen Fenster) die Verfasser der TK-Marktanalyse 2026 von Dialog Consult und VATM am 12. Mai 2026. Von den 2,3 Millionen Homes Activated im Jahr 2025 waren nur 8,7 Prozent (200.000) FTTH Wholesale.

Für das Jahr 2026 geht man von 3 Millionen Homes Activated aus. Davon vermarktet die Telekom 2,7 Millionen Anschlüsse (90 Prozent) selbst, während die Wettbewerber auf 300.000 Zugänge (10 Prozent) kommen. "Der Zugang der Wettbewerber zu aktiven Zugangsprodukten auf dem FTTH-Netz der Telekom ist nicht reguliert. Die Wettbewerber müssen individuelle Vereinbarungen mit der Telekom aushandeln. Das funktioniert offenbar nur schleppend", sagte Walter Golem auf Anfrage.

Die Versorgungsquote mit Glasfaseranschlüssen (Homes Connected) wächst laut der Studie bis Ende 2026 insgesamt auf fast 27 Prozent, was rund 12,5 Millionen Haushalten entspricht.

Zum Ende des Jahres werden demzufolge 7,8 Millionen Haushalte FTTB/H-Anschlüsse gebucht haben (Homes Activated), zum größten Teil bei den Konkurrenten der Telekom. Ihre Take-up-Rate werde bei 30,2 Prozent liegen, die der Telekom bei 17,9 Prozent, so die Prognosen.

"Die Netzbetreiber haben Ende 2026 ihre Glasfaser-Kabel zu 32 Millionen Haushalten und KMU hin verlegt, wobei einige Haushalte von zwei Carriern erreicht werden", erläuterte Andreas Walter, geschäftsführender Gesellschafter des Beratungsinstituts Dialog Consult. Dies entspreche einer Erreichbarkeitsquote von 69 Prozent. Die Telekom habe erst spät auf das Engagement der Wettbewerber beim Glasfaserausbau reagiert und lege gerade beim Homes-Passed-Ausbau deutlich zu. Die Take-up-Rate liege nach wie vor deutlich hinter der der Wettbewerber.

Der Glasfaserausbau komme voran, doch sei die Lücke zwischen erreichbaren und tatsächlich aktivierten Glasfaseranschlüssen eine zentrale Herausforderung. "Ein Glasfaseranschluss, der am Haus vorbeiführt, aber nicht genutzt wird, ist noch kein Erfolg für die digitale Transformation", betonte VATM-Präsidentin Valentina Daiber.


Relevante Themen