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VATM: Telekom verlängert Frist bei IP-Umstellung

Einige Geschäftskunden haben sich nicht um die Umstellung ihrer Sprachtelefon- und ISDN-Mehrgeräteanschlüsse auf IP gekümmert. Sie bekommen jetzt einige Monate Aufschub von der Telekom.
/ Achim Sawall
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Im Netz der Telekom (Bild: Deutsche Telekom)
Im Netz der Telekom Bild: Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom hat mit dem Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) eine Fristverlängerung bei der Umstellung ihrer Sprachtelefon- und ISDN-Mehrgeräteanschlüsse auf IP vereinbart. "Auf expliziten Kundenwunsch werden wir die konkret benannten Alt-Anschlüsse, die noch nicht migriert wurden, erst acht Wochen später, zum 30. November 2019 abschalten und nicht, wie bislang kommuniziert, zum 30. September", sagte Kerstin Baumgart, Leiterin des Geschäftsbereiches Wholesale der Telekom Deutschland am 23. September 2019(öffnet im neuen Fenster). Die Migration beziehungsweise Abschaltung der DSL-Daten-Anschlüsse auf den Alt-Plattformen erfolge aber weiterhin wie geplant.

Jürgen Grützner, Geschäftsführer des VATM, erklärte: "Einige Kunden sind die Migration noch nicht konsequent genug angegangen, was nun trotz des langen Vorlaufs in einigen Fällen zu Problemen führt."

Zum Jahresende werde der allergrößte Teil der Migration abgeschlossen sein, sagte Klaus Müller, verantwortlich für die IP-Migration der Geschäftskunden der Telekom Deutschland. Einzig die Migration weniger reiner Sprachanschlüsse im Geschäftskundenbereich werde erst 2020 erfolgen und abgeschlossen.

Es gelte, dass kein Kunde bei der Migration verloren gehe. "Diejenigen Kunden, die bislang nicht reagiert haben, sind nun dringend aufgefordert, sich mit ihrem Anbieter umgehend in Verbindung zu setzen und die notwendigen Schritte abzustimmen", forderte Baumgart. "Alle Kunden wurden in der Vergangenheit mit großem Vorlauf von ihren Anbietern über den Wechsel in die All-IP-Welt informiert", sagte Grützner.

Die Bundesnetzagentur begrüßte die Zusammenarbeit von Telekom und VATM. "Es ist gut, dass die Telekom und ihre Wettbewerber bei der Umstellung eng zusammenarbeiten und den Dialog mit ihren Kunden zum Ende des Prozesses intensivieren", sagte Wilhelm Eschweiler, Vizepräsident der Bundesnetzagentur. Im VATM sind die führenden Firmen United Internet, Vodafone, Deutsche Glasfaser, EWE TEL, Freenet und Telefónica Deutschland.


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