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VATM: Telekom-Verband gegen 50-MBit/s-Universaldienst

Ein Breitbanduniversaldienst soll laut CSU-Chef Horst Seehofer flächendeckende 50-MBit/s-Versorgung bringen. Da dieser Universaldienst über eine Abgabe der Unternehmen finanziert würde, ist der VATM entschieden dagegen.

Artikel veröffentlicht am ,
VATM: Telekom-Verband gegen 50-MBit/s-Universaldienst
(Bild: Marc-Steffen Unger/Deutscher Bundestag)

Der VATM will unbedingt einen Breitbanduniversaldienst verhindern, der über eine gesetzlich festgelegte Abgabe von den Telekommunikationsunternehmen finanziert werden soll. Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), in dem Wettbewerber der Deutschen Telekom organisiert sind, hat erfahren, dass CSU-Chef Horst Seehofer dies in Koalitionsverhandlungen fordert.

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"Das von der Politik gesetzte Ziel einer 100-prozentigen Versorgung mit 50-MBit/s-Internetanschlüssen und mehr ist kaum erreichbar, weil die Kunden nicht bereit sind, für mehr Geschwindigkeit auch deutlich mehr zu zahlen. Das soll nun zwangsweise geändert werden", sagte VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner. Eine Zwangsabgabe wie in den USA solle nun den Milliarden teuren Netzausbau finanzieren. Dies würde von den Firmen auf die Kunden umgelegt und dort 16 Prozent jeder Telefonrechnung ausmachen.

"In den USA zahlen die Kunden für den Internetzugang etwa doppelt so viel wie in Deutschland und das bei meist schlechterer Qualität und gedrosseltem Datenvolumen", so Grützner. Die Verbraucherpreise seien in den USA deutlich höher.

Seehofer behaupte, der Wettbewerb sei schuld, dass die Telekom so wenig in den Breitbandausbau investieren könne, so der Verbandschef. Die Telekom will von der neuen Bundesregierung ein Aussetzen der Regulierung.

Auch der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) will keine "Deregulierung und ordnungspolitische Bevorzugung großer europäischer Telekommunikationsunternehmen". In dem Positionspapier der Telekom heißt es laut Breko, die "intensive Preisregulierung der letzten Jahre", habe "zu immer geringeren Umsätzen und einem teils ruinösen Preiswettbewerb bei europäischen TK-Anbietern geführt". Diese Mittel fehlten beim Netzausbau. Nur durch einen völligen Verzicht auf Regulierung könnten die großen europäischen Telekombetreiber - nach dem Vorbild der USA und China - die notwendigen Investitionen für einen flächendeckenden Breitbandausbau aufbringen.

"Regulierungsferien für die Telekom sabotieren Vielfalt und Wettbewerb", erklärte Breko-Geschäftsführer Stephan Albers. Ein flächendeckender Breitbandausbau in Deutschland sei für die Telekom außerhalb der Ballungszentren erst auf sehr lange Sicht rentabel und damit für das börsennotierte Unternehmen unattraktiv.

Albers: "Der weitere Glasfaserausbau in unterversorgten Gebieten in Stadt und Land würde durch eine Deregulierung zugunsten der Telekom massiv behindert."

Konzerne, die im VATM zusammenarbeiten, hatten bereits 2011 eine intensive Lobbyarbeit gegen einen Universaldienst entwickelt, hatte die Grüne Tabea Rößner erklärt. Besonders aktiv war der britische Telekommunikationskonzern Vodafone. Aber auch Telefónica Deutschland und Versatel stellten sich dagegen. Eine Novellierung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) mit einer Festschreibung eines Universaldienstes wurde so verhindert.



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Dwalinn 14. Nov 2013

Ich bin für alles was mir ein besseres Netzt bringt! Jemand aus der Stadt bezahlt nur...

ansi4713 14. Nov 2013

... ... Wenn ich aber jetzt alles bis ins kleinste durchreguliere kann ich das...

tundracomp 13. Nov 2013

Dann müssten die Backdoorlisten über die Hintertüre reinkommen .^.

Gwfr3ak 13. Nov 2013

Weil auch der Gelegenheitsnutzer Verantwortung für die Infrastruktur trägt (und zwar...

Himmerlarschund... 13. Nov 2013

Mal ne Verständnisfrage: Im VATM sind doch Anbieter GEGEN die Telekom organisiert. Wieso...


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