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VATM-Marktanalyse 2026: Telekom wird bei DSL wieder stärker

Die Telekom stärkt ihre Vormachtstellung auf dem deutschen Breitbandmarkt. Die Konkurrenz im VATM schlägt Alarm und fordert harte regulatorische Fesseln.
/ Achim Sawall
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Telekom-DSL in Hamburg (Bild: Deutsche Telekom)
Telekom-DSL in Hamburg Bild: Deutsche Telekom

Im DSL-Markt haben die Anteile der Deutschen Telekom im Jahr 2026 zugenommen. Das geht aus der TK-Marktanalyse 2026 von Dialog Consult und dem VATM hervor, die am 12. Mai 2026 vorgelegt(öffnet im neuen Fenster) wurde. "Knapp 66 Prozent aller Breitbandanschlüsse werden über das Netz der Telekom realisiert", erklärte das Marktforschungsinstitut.

Bei den aktiv genutzten Breitbandanschlüssen dominierten bis Ende 2026 weiterhin DSL-Anschlüsse mit einem Anteil von mehr als 57 Prozent (21,8 Millionen). FTTB/H wird von 7,8 Millionen Anschlüssen (20,5 Prozent) aktiv genutzt. Der Anteil bei HFC-Anschlüssen beträgt 22,3 Prozent und damit 8,5 Millionen Anschlüsse.

Die DSL-Nutzung ging in den vergangenen Jahren zurück: Im Jahr 2023 gab es noch 24,5 Millionen aktive Zugänge. Im Jahr 2025 waren es nur noch 22,8 Millionen. Doch der Anteil der DSL-Direktkunden bei der Telekom stieg von 57,1 Prozent (2023) auf 58,3 Prozent in 2025.

"Die Marktdominanz der Deutschen Telekom nimmt von Jahr zu Jahr zu", betonte Andreas Walter, geschäftsführender Gesellschafter des Beratungsinstituts. "Dies ist bei dem Endkunden-Marktanteil bei den Breitbandanschlüssen ebenso ersichtlich wie bei den Umsätzen im Festnetzmarkt. Im wichtigen Geschäftskunden-Marktsegment werden knapp 70 Prozent der Anschlüsse auf Telekom-Anschlussnetzen realisiert."

"Wir sehen seit Langem das Erstarken der Telekom"

In dem Telco-Verband VATM sind Telefónica, Vodafone, Deutsche Glasfaser, Deutsche Giganetz oder auch 1&1 führende Mitglieder. VATM-Präsidentin und Telefónica-Chefjustiziarin Valentina Daiber sagte, die entscheidende Frage sei, wie der Wechsel von Kupfer auf Glasfaser gestaltet werde, um Investitionen zu schützen, Wettbewerb zu erhalten und Kunden mitzunehmen.

"Mit der Migration darf vor allem keine Re-Monopolisierung des Marktes einhergehen", betonte sie. "Wir sehen seit Langem das Erstarken der Telekom. Regulierung light, das haben die Erfahrungen gezeigt, reicht eben nicht aus, wenn strukturelle Marktmacht fortbesteht. Marktprobleme, die aus dem Verhalten eines marktmächtigen Unternehmens entstehen, brauchen klare und durchsetzbare Antworten." Deshalb müsse die TKG-Novelle eine effektive asymmetrische Regulierung sicherstellen.


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