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Varjo XR-4: Neue Generation mit 4K-Displays und Autofokus

Die Bildqualität soll zum Maßstab für alle anderen MR-Headsets werden. Mit Autofokus-Kameras und Eye-Tracking will Varjo Mixed-Reality täuschend echt darstellen.
/ Martin Böckmann
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Das Varjo XR-4 ist eines der teuersten Mixed-Reality-Headsets. Mit 51-PPD-Passthrough soll es auch das beste sein. (Bild: Varjo)
Das Varjo XR-4 ist eines der teuersten Mixed-Reality-Headsets. Mit 51-PPD-Passthrough soll es auch das beste sein. Bild: Varjo

Das finnische Unternehmen Varjo hat eine neue Generation seines Mixed-Reality-Headsets vorgestellt. Das Varjo XR-4(öffnet im neuen Fenster) bietet eine Auflösung von 3.840 x 3.744 Pixeln pro Auge bei 90 Hz Bildwiederholrate bei einem Blickfeld von 120 Grad horizontal und 105 Grad vertikal. Varjo richtet sich mit den XR-Headsets in erster Linie an die Industrie als Kunden.

Die XR-4-Brillen werden in drei Versionen angeboten. Alle drei nutzen die gleichen Mini-LED-Displays mit einer maximalen Helligkeit von 200 Nits für die Bilddarstellung. Unterschiede gibt es bei den Mixed-Reality-Fähigkeiten. In der Standardversion haben die 20-Megapixel-Kameras keinen Autofokus und bieten eine Passthrough-Auflösung von 33 PPD.

Bei der XR-4 Focal Edition ist ein Eye-Tracking-System verbaut, mit dem die Blickrichtung des Nutzers erkannt wird. Die Passthrough-Kameras sollen per Autofokus und Lidar schneller auf diesen Punkt fokussieren, als das menschliche Auge scharfgestellt hat und damit eine Passthrough-Auflösung von 51 PPD haben, identisch zum VR-Bild. Die virtuelle Umgebung soll so kaum von der echten Welt zu unterscheiden sein.

Spezialversion für sicherheitskritische Anwendungen

Zudem gibt es noch die XR-4 Secure Edition, die für den Einsatz in sicherheitskritischen Umgebungen gedacht ist. Sie wird vollständig in Finnland hergestellt, um Manipulationen in der Lieferkette besser vermeiden zu können. Damit soll das Headset die TAA-Richtlinien einhalten. Außerdem soll es keine Onlineverbindung benötigen und kann ohne Hardware für drahtlose Kommunikation konfiguriert werden.

Softwareseitig unterstützt Varjo in der Industrie gängige Software wie Autodesk Vred, Keyshot, IC.IDO, Nvidia Omniverse, Unreal Engine 5, Unity, Lockheed Martin Prepared, und Achelon Simulator-Software. Die Bildübertragung findet per Displayport 1.4 statt, zusätzlich wird noch USB Typ-C-3.1-Gen2 für die Datenübertragung benötigt. Es werden ausschließlich Nvidia-Grafikkarten unterstützt, Apple, Intel und AMD-Support gibt es nicht.

Kein Drücken im Gesicht

Das Kopfband des Headsets ermöglicht schnelles Einstellen der Länge und lässt sich zum Absetzen mit einem Handgriff lockern. Das Gewicht soll ausbalanciert sein, was das Tragen angenehmer machen soll. Zudem soll die Last großteils oberhalb der Augen und auf dem Stirnband liegen, die Nase und das restliche Gesicht sollen nicht durch Druck belastet werden.

Die Varjo XR-4 ist ab sofort für industrielle Kunden bestellbar. In der Basisversion kostet sie ab 4.000 Euro, die XR-4 Secure Edition soll ab 8.000 Euro kosten. Die XR-4 Focal Edition startet ab 10.000 Euro. Nach Abschluss der notwendigen Zertifizierungen soll das Headset auch für Endkunden angeboten werden. Ein Nachfolger der Varjo Aero auf Basis der neuen Hardware ist laut Hersteller nicht geplant.


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