Scharfer Bereich bewegt sich nicht

Das Focus Display wird fix in die Bildmitte gespiegelt und folgt nicht den Augenbewegungen des Nutzers. Eine derartige Konstruktion ist mithilfe eines beweglichen Spiegels denkbar und war ursprünglich von Varjo auch geplant - allerdings ist der Hersteller technisch noch nicht so weit, dies umzusetzen. Das Eyetracking hat Varjo allerdings dennoch in sein Headset eingebaut, mittels neun Kalibrierungspunkten wird es eingerichtet. In unseren Tests funktioniert es sehr zuverlässig und vor allem stabil: Halten wir unseren Blick auf einen Punkt gerichtet, bleibt auch das Eyetracking ruhig.

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In dem Headset lässt sich der schärfere Bereich in der Mitte auf zwei Arten einblenden: Zum einen ist es möglich, in dem Bereich das Context Display auszublenden. Dann wird nur die Spiegelung angezeigt, bei der wir keine Pixelgrenzen ausmachen konnten. Andererseits kann das Context Display auch hinter dem Focus Display angeschaltet werden, etwa um die Farben zu verbessern. In diesem Fall scheinen die erkennbaren Pixelgrenzen des weniger scharf auflösenden Bildschirms etwas durch. Im Endergebnis ist der zentrale Bereich immer noch sehr scharf, wir können die Pixelmatrix des Context Displays dann allerdings erkennen. An der besseren Lesbarkeit von Text beispielsweise ändert das nichts.

  • Im Inneren sind gleich zwei Displays eingebaut, wovon das eine eine sehr hohe Auflösung hat. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Dadurch ist das zentrale Blickfeld viel schärfer und lässt auch feine Details erkennen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die voll verspiegelte Vorderseite ist abnehmbar, Varjo will für das VR-1 noch ein AR-Modul mit zwei Kameras veröffentlichen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Varjo verwendet Glasfaserkabel für das VR-1. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Oben ist der Auslass des Lüfters zu erkennen, der nicht nur die Elektronik, sondern auch den Nutzer kühlt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Headset sitzt dank des Bügels gut auf dem Kopf. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das VR-1 hat - etwas versteckt - einen Kopfhöreranschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf dem Kopf sitzt das VR-1 wie ein herkömmliches Headset. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Verarbeitungsqualität des VR-1 ist gut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das VR-1 hat zwei Bedienknöpfe. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das VR-1 kostet 6.000 Euro, hinzu kommen jährlich 1.000 Euro Service- und Lizenzgebühren. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das VR-1 von Vario ist ein Virtual-Reality-Headset, das über besondere Technik verfügt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das Headset sitzt dank des Bügels gut auf dem Kopf. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Das VR-1 ist für professionelle Anwendungen gedacht - in einem Gaming-Szenario etwa würde der räumlich abgetrennte schärfere Bereich in der Mitte nicht unbedingt sinnvoll sein. In Spielen ist es schlicht in der Regel nicht erforderlich, ein perfekt scharfes Bild zu haben, was bei industriellen Einsatzzwecken natürlich anders sein kann.

So richtet sich das Varjo-Headset etwa an Unternehmen, die Mitarbeiter in Simulatoren trainieren. Dank des Focus Displays sind Details wie etwa Beschriftungen in einem Cockpit problemlos erkennbar. Ein weiteres Einsatzszenario ist CAD: In Autocad können wir das Headset einfach als Ausgabegerät definieren. Dann können wir uns Modelle dreidimensional mit Hilfe des Headsets anschauen und sie auch begehen. Einsatzzwecke für derartige CAD-Entwicklungen gibt es in verschiedenen Branchen, beispielsweise in der Automobilherstellung.

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Das Headset ist über zwei Kabel mit einem Rechner verbunden. Varjo verwendet für die Verbindungen Glasfaser, weshalb die Kabel zehn Meter lang sind und ohne Verluste sein sollen. Die Kabel haben uns bei unseren Tests nicht gestört. Einen eingebauten Kopfhörer hat das VR-1 nicht, Nutzer können aber einen Kopfhörer in eine etwas versteckte Klinkenbuchse einstecken.

Fazit

Varjos VR-1 ist ein Exot unter den VR-Headsets: Der extrem scharfe Bereich in der Mitte des Sichtfeldes sorgt nicht nur dafür, dass wir feine Details wie Texte gut erkennen können. Die Schärfe erhöht auch bei anderen Anwendungen den Grad an Realismus.

Gedacht ist das Headset allerdings nicht für den Hausgebrauch, um etwa Spiele damit zu zocken. Das Einsatzgebiet liegt vielmehr im industriellen Bereich, wo eine derartig scharfe Darstellung hilfreich sein kann. Beispiele sind etwa die Entwicklung von CAD-Modellen oder auch die Simulation von Einsätzen.

Auch der Preis des VR-1 richtet sich eher nicht an Privatnutzer: Das Headset kostet 6.000 Euro, dazu kommt noch eine jährliche Lizenz- und Servicegebühr von 1.000 Euro. Varjo vergleicht die Kosten für das Headset unter anderem mit Stundenkosten für einen Simulator und kommt zu dem Schluss, dass sich der Preis für das VR-1 recht schnell amortisieren werde.

Beeindruckend ist die im VR-1 verbaute Technik allemal. Zum Ende des Jahres 2019 will Varjo auch seinen Augmented-Reality-Aufsatz vorstellen. Für künftige Headsets dürfte zudem die Idee eine Rolle spielen, dass das Schärfefeld dem Blick des Nutzers folgt.

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Hotohori 21. Feb 2019

Dann wird das auch hier nichts, auch das FoV soll hier lediglich um die 100-110° sein...

war10ck 21. Feb 2019

Dieser Kommentar wirft Fragen auf... hä!? und WTF!? Ich habe keine Ahnung wovon du...

Hotohori 20. Feb 2019

Ja, eben, es gibt bereits erste Ansätze und so eine neue Optik in einer neuen VR Brille...

Hotohori 20. Feb 2019

Doch, stört es, denn bei vielen löst es Kopfschmerzen aus und ist auch im Verdacht die...



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